Oberliga Niedersachsen

MTV Eintracht Celle will Lauf fortsetzen

Der Nächste, bitte ... MTV Eintracht Celle peilt seinen fünften Sieg in Folge an. In Schöningen trifft der MTVE allerdings auf Ex-Profis.

  • Von Oliver Schreiber
  • 21. Okt. 2022 | 19:05 Uhr
  • 21. Okt. 2022
Eintracht-Kapitän Adrian Zöfelt (rechts) sorgte zuletzt beim 5:1-Sieg gegen den TSV Pattensen zusammen mit Laurin Bonk für viel Wirbel über die rechte Seite. Mit dem FSV Schöningen wartet nun der nächste Aufsteiger auf die Celler.
  • Von Oliver Schreiber
  • 21. Okt. 2022 | 19:05 Uhr
  • 21. Okt. 2022
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Faisal Soma (rechts) bewies beim 5:1 gegen Pattensen Torjägerqualitäten und traf zweimal.
Celle.

Wenn jemand Hilger Wirtz vor fünf Wochen gesagt hätte, dass er mit seinem Team als Tabellensiebter mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsregion zum Spiel am Samstag um 14 Uhr beim FSV Schöningen antritt, hätte er in ein erstauntes Gesicht geblickt. „Ich hätte das für unmöglich gehalten, auch wenn ich im Fußball schon viel erlebt habe. Ein solcher Lauf war wirklich nicht absehbar. Aber auf diese Weise lasse ich mich gerne überraschen“, sagt der Trainer des Oberligisten MTV Eintracht Celle schmunzelnd.

20 Tore in fünf Spielen: Tormaschine läuft

13 von 15 möglichen Punkten haben die Blau-Weißen aus den vergangenen fünf Partien geholt, dabei 20 Tore geschossen und viermal in Folge gewonnen. Zur Erinnerung: Vor dieser beeindruckenden Serie waren die Celler mit drei mickrigen Zählern Letzter. „Das ist schon unglaublich, was die Jungs da zuletzt geleistet haben. Wir sind teilweise über uns hinausgewachsen. Die Stimmung ist natürlich dementsprechend gut, das Selbstvertrauen groß. Die Trainingsqualität und -intensität ist hoch, die Fortschritte sind klar erkennbar“, erklärt Wirtz.

Zwei Ex-Profis sind Schöningens Schlüsselspieler

In Schöningen, ein 11.000-Einwohner-Städtchen nahe Helmstedt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, will Eintracht diesen Trend nun fortsetzen. Leichter gesagt als getan, denn der FSV ist kein gewöhnlicher Aufsteiger, der sich in der Liga erst einmal akklimatisieren muss, sondern verfügt über viele gestandene Akteure mit Erfahrung aus höheren Spielklassen. Allen voran die Ex-Profis Daniel Reiche (34, ehemals VfL Wolfsburg und MSV Duisburg), der als Abwehrchef die Defensive organisiert, sowie Sergej Evljuskin (34, früher VfL Wolfsburg und Hansa Rostock), der im zentralen Mittelfeld die Fäden zieht.

Ioannis Gkegkprifti steigt nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining ein.

Die Schöninger, die 2020 noch in der Bezirksliga kickten und dann bis in die Oberliga durchmarschierten, sind als Achter Tabellennachbar und haben schon einige beachtliche Resultate erzielt. Zuletzt holten sie beim TuS Bersenbrück einen Punkt, den SC Spelle-Venhaus haben sie vor eigenem Publikum im Elm-Stadion 4:3 geschlagen. „Die haben richtig viel Qualität im Kader, sehr viele gut ausgebildete Kicker. Wir müssen wieder am Limit spielen, wenn wir da was holen wollen“, meint Wirtz.

In der aktuellen Form ist ein Sieg absolut möglich und wäre auch keine Überraschung mehr. Die Defensive wirkte zuletzt stabiler, auch wenn Eintracht zusammen mit Blau-Weiß Papenburg die meisten Gegentore (28) geschluckt hat. „Beim 5:1 gegen Pattensen haben wir nicht viel zugelassen, hatten da allerdings eine Schwächephase, in der wir unkonzentriert waren. Das dürfen wir uns in Schöningen auf keinen Fall erlauben“, betont Wirtz.

Eintracht stellt zweitbeste Offensive der Liga

Wenn das gelingt, ist der fünfte Dreier in Folge zum Greifen nah. Denn die Offensive (mit 28 Toren die zweitbeste nach Spelle) bleibt das Prunkstück der Celler. Vor allem die Art und Weise, wie sie immer wieder Tore und Chancen herausspielen, ist sehr ansehnlich – richtig guter Kombinationsfußball eben. „Das sieht schon ziemlich gut aus. Aber das erarbeiten wir uns im Training auch hart“, sagt Wirtz.

Gkegkprifti bald wieder fit

Personell hat sich bei Eintracht im Vergleich zum Pattensen-Spiel nicht viel geändert. Amadou Sesay und Collin Sarnowski fallen weiter aus. Dafür steht Ioannis Gkegkprifti nach seinem Muskelfaserriss vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining.