Oberliga Niedersachsen

MTV Eintracht Celle will Reaktion zeigen

Der MTV Eintracht Celle empfängt Schlusslicht Papenburg. Für Trainer Hilger Wirtz hat diese Partie eine hohe Bedeutung.
  • Von Oliver Schreiber
  • 10. Nov. 2022 | 18:35 Uhr
  • 10. Nov. 2022
In Rotenburg hat Eintracht eine Bauchlandung erlebt. Gegen Papenburg will das Team um Torjäger Luca van Eupen (Mitte) wieder aufstehen.
  • Von Oliver Schreiber
  • 10. Nov. 2022 | 18:35 Uhr
  • 10. Nov. 2022
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Innenverteidiger Yannik Ehlers (links) gehörte zuletzt in Rotenburg zu den wenigen Lichtblicken beim MTV Eintracht Celle. Gegen Papenburg will das Team beweisen, dass der Auftritt beim RSV nur ein Ausrutscher war.
Celle.

Das beste Argument, den kommenden Gegner nicht zu unterschätzen, hat sich Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle praktisch selbst geliefert. „Die haben in Rotenburg gewonnen – im Gegensatz zu uns“, betont Trainer Hilger Wirtz hinsichtlich der Partie am Sonntag um 14 Uhr in der Wilharm-Arena gegen Schlusslicht SC Blau-Weiß Papenburg – und mit Blick zurück auf die eigene 0:2-Niederlage am vergangenen Wochenende beim Rotenburger SV. „In dieser Liga gibt es keine leichten Gegner, schon gar nicht für uns. Wenn wir nicht am Limit spielen, holen wir auch keine Punkte, egal gegen wen“, mahnt Wirtz.

Rotenburg-Auftritt ist abgehakt

Genau von jenem Limit waren die Blau-Weißen beim RSV weit entfernt. Dadurch riss die stolze Serie von sieben Spielen in Folge ohne Niederlage mit insgesamt 17 von 21 möglichen Punkten. Dieser beeindruckende Zwischenspurt hat den MTVE vom letzten auf den siebten Rang katapultiert. An diese Leistungen will Eintracht wieder anknüpfen, der Auftritt in Rotenburg soll ein einmaliger Ausrutscher bleiben. „Solche Tage gibt es einfach mal, an denen du nichts auf die Reihe bekommst. Aber die Jungs sind selbstkritisch genug. Wir alle sind heiß darauf, eine Reaktion zu zeigen und wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen“, erläutert Wirtz.

Alexander Laube hatte sich bis zu seinem Infekt als feste Größe etabliert. Nun drängt er zurück in die Startelf.

Für ihn hat diese Begegnung eine hohe Bedeutung. „Mit einem Dreier können wir einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Dann wird es für einige Mannschaften da unten schwer, uns noch einzuholen“, sagt Wirtz. Noch fünf Spiele stehen bis zur Winterpause auf dem Programm. Nach Papenburg kommen noch MTV Gifhorn und TuS Bersenbrück an die Nienburger Straße, auswärts geht es gegen 1. FC Germania Egestorf-Langreder und SV Ahlerstedt-Ottendorf. Die Chance, sich bis Weihnachten ein Punktepolster anzufuttern, wollen die Celler nutzen.

Offensivstärke trifft auf Defensivschwäche

Zunächst liegt der Fokus aber erst einmal auf der Aufgabe gegen Papenburg. Die Emsländer haben zuletzt vier Spiele in Folge verloren und sind dadurch auf den letzten Platz abgerutscht, mit elf Zählern haben sie neun weniger als Eintracht. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Partie torlos ausgeht, tendiert gen null. Der Aufsteiger hat mit 38 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga, der MTVE (35) die zweitschwächste. Dafür sind die Hausherren aber für ihre Offensivpower gefürchtet, auch wenn in Rotenburg ausnahmsweise mal Sturmflaute herrschte. „Wir müssen unser Spiel durchdrücken, mit viel Tempo und wenig Kontakten agieren. Dann bringen wir jede Mannschaft in Verlegenheit“, setzt Wirtz auf die Stärken seines Teams.

Papenburg auswärts stärker als daheim

Die Papenburger sind auf fremdem Platz allerdings effektiver als vor eigenem Publikum. Die bisher einzigen beiden Siege haben sie auswärts geholt – in Rotenburg und beim Lüneburger SK. Dass sie trotz der vielen Gegentreffer auch verteidigen können, haben sie beim 0:0 gegen Aufstiegsmitfavorit Heeslinger SC unter Beweis gestellt. „Das ist eine körperlich robuste Truppe, die weiß um was es geht. Sie spielen sehr geradlinig nach vorne und werden uns mit allen Mitteln bekämpfen. Das wird Schwerstarbeit für uns“, meint Wirtz.

Personell ist bis auf die Langzeitverletzten alles im grünen Bereich. Wirtz könnte theoretisch zum dritten Mal in Folge dieselbe Anfangsformation ins Rennen schicken – eine Seltenheit in der Celler Oberliga-Historie. Allerdings machen formstarke Spieler wie Alexander Laube, den ein Infekt zeitweise außer Gefecht setzte, oder Tom Schaper Druck und drängen in die Startelf. „Es kann durchaus sein, dass es Veränderungen geben wird. Da gibt es mehrere Überlegungen. Wir haben momentan zum Glück einige Optionen“, erklärt Wirtz.