Oberliga Niedersachsen

MTV Eintracht reist mit Sorgen nach Bersenbrück

Ausgerechnet zum Oberliga-Auftakt hat der MTV Eintracht Celle mal wieder Personalsorgen. In Bersenbrück hängen die Trauben hoch.
  • Von Oliver Schreiber
  • 06. Aug. 2022 | 12:30 Uhr
  • 06. Aug. 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 06. Aug. 2022 | 12:30 Uhr
  • 06. Aug. 2022
Anzeige
Celle.

Die Erwartungen sind gering, die Motivation ist hoch. Mit dieser Gefühlslage reist MTV Eintracht Celle zum Auftakt der Fußball-Oberliga am Sonntag (15 Uhr) zum TuS Bersenbrück. „Natürlich sind nach einer so langen Vorbereitung alle heiß auf den Saisonstart. Auch wenn die Voraussetzungen nicht gerade gut sind. Aber wir wollen das Beste daraus machen“, erklärt Trainer Hilger Wirtz.

Denn die Blau-Weißen können in Bersenbrück nicht auf dem überraschenden 3:1-Sieg im Landespokal bei Lupo Martini Wolfsburg aufbauen. Innenverteidiger Maximilian Wede, der ein starkes Pflichtspieldebüt im Eintracht-Trikot hingelegt hat, fehlt die nächsten drei Wochen wegen eines bereits lange geplanten Florida-Urlaubs. Und auch „Dauer-Pechvogel“ Michael Trautmann, der nach einer Verletzung gerade drauf und dran war, sich in die Startelf zurückzukämpfen und zuletzt nach seiner Einwechselung in Wolfsburg zwei Tore vorbereitete, fällt aus. Der 22-Jährige hat im Training einen Schlag aufs Sprunggelenk bekommen. „Das ist schon bitter. Zumal wir nicht so viele Alternativen haben“, bedauert Wirtz.

Zöfelt wieder voll im Mannschaftstraining

Für Wede dürfte der andere Neuzugang Ilhan Kizilhan ins Abwehrzentrum rücken, für den die Oberliga aber auch noch Neuland ist. Immerhin hat der neue Kapitän Adrian Zöfelt, den eine Corona-Infektion zurückgeworfen hat, wieder voll durchtrainiert. Ein Einsatz über die vollen 90 Minuten ist aber nahezu ausgeschlossen. „Die Probleme aus der Vorbereitung nehmen wir natürlich mit in die Startphase. Aber da müssen wir durch“, meint Wirtz.

Die Bersenbrücker haben sich – wie eigentlich jede Saison – erneut verstärkt. Die Ambitionen sind hoch, zumal sich das Team in der vergangenen Saison, als es die Aufstiegsrunde verpasst hat, weit unter Wert verkauft hat. „Zusammen mit Ramlingen gehört Bersenbrück für mich zu den Geheimfavoriten. Wenn die ihr Potenzial voll ausschöpfen, haben die eine unglaubliche Wucht. Da sind erfahrene Ex-Profis dabei und viele richtig gute Kicker“, betont Wirtz. Mit Guido Kalle, früher mal Co-Trainer von Holger Stanislawski beim FC St. Pauli, hat Bersenbrück einen neuen Coach, der die Mannschaft nach oben führen soll. „Da wird schon einiges auf uns zukommen. Aber wir haben ja auch bei Lupo bewiesen, dass wir uns erfolgreich dagegenstemmen können. Und nach vorne hatten wir gute Umschaltmomente. Daran müssen wir anknüpfen und noch eine Schippe drauflegen“, meint Wirtz.