Oberliga

MTV Eintracht Celle bittet HSC zum Kellerduell

Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle ist auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Gegen HSC Hannover soll der Befreiungsschlag gelingen.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 16. Sept. 2022 | 16:34 Uhr
  • 18. Sept. 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 16. Sept. 2022 | 16:34 Uhr
  • 18. Sept. 2022
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Celle.

Mit der Leistung seiner Spieler war Hilger Wirtz, Trainer des Fußball-Oberligisten MTV Eintracht Celle, zuletzt zwar zufrieden – Punkte gab es in den vergangenen vier Ligaspielen aber nicht zu feiern. Dadurch rutschte Eintracht sogar auf den letzten Tabellenplatz ab. Gegen den Vorletzten HSC Hannover kommt es am Sonntag um 15 Uhr zum Kellerduell in der Celler Wilharm-Arena.

Wiedersehen mit Fabian Weigel

Mit dem Regionalligaabsteiger kommt auch ein alter Bekannter zurück nach Celle. Fabian Weigel war in der vergangenen Saison vom MTVE für ein halbes Jahr verpflichtet worden, dann aber zum HSC zurückgekehrt. „Er hat das damals ganz hervorragend für uns gemacht“, sagt Wirtz über Weigel, der in allen Partien über die volle Spielzeit auf dem Platz stand. Den Verteidiger könnte Wirtz jetzt gut gebrauchen, da sein Team in der Abwehrreihe arge Personalprobleme hat. Mit Ilhan Kizilhan und Collin Sarnowski stehen zwei Defensivspieler nach den Roten Karten vom vergangenen Spieltag nicht zur Verfügung. „Daher werden wir ein bisschen basteln müssen“, kündigt Wirtz an.

Trautmann kehrt zurück

Immerhin wird Michael Trautmann wieder zum Team dazustoßen. Er trainiert seit drei Wochen wieder voll mit und hatte vergangenen Sonntag in der zweiten Mannschaft wieder Spielpraxis gesammelt und sogar das Tor zum 4:1 beigesteuert. Ob es auch bei den ersten Herren für einen Einsatz von Beginn an reicht, ließ Wirtz noch offen.

Gegen den anderen Absteiger, den Lüneburger Sport-Klub Hansa, hatte es für die Wirtz-Elf am vergangenen Sonntag eine 1:2-Niederlage gegeben. Der Ausgleich wäre kurz vor Schluss möglich gewesen. Auch andere Spiele hätten zu Gunsten der Eintracht kippen können. „Wir waren oft nicht weit weg vom Punktgewinn. Wir stecken viel Aufwand in die Spiele, aber leider nur für wenig Ertrag“, sagt Wirtz. Sorgen angesichts der derzeitigen Platzierung macht sich der Coach aber noch nicht. Dafür ist die Saison zu jung und alle Teams noch zu eng beisammen. Aber auch der Eintracht-Trainer weiß, dass das Spiel im Keller trotzdem für beide Mannschaften eine große Bedeutung hat. „Beide Teams wissen, dass man mit einem Erfolg wieder ans untere Mittelfeld heranrücken kann. Daher gehen wir dieses Spiel hochmotiviert an“, sagt Wirtz.

"Erfahrung kommt nicht von alleine"

Sowohl Eintracht als auch der HSC mussten zu dieser Saison einen großen Umbruch im Kader wegstecken. Daher ist es für Wirtz nur verständlich, dass noch nicht alles zusammenpasst. „Viele müssen sich auch erst an die Oberliga gewöhnen. Erfahrung kommt nicht von alleine“, so Wirtz.

Heimvorteil nutzen

Am Sonntag setzt Eintracht auf den Heimvorteil, um Zählbares mitzunehmen. „Zu Hause sind wir ja eigentlich immer zu guten Leistungen fähig. Dort kommen wir über den Spirit“, sagt Wirtz. Daher hofft er gegen den Vorletzten, dass sein Team druckvoll agiert und das Spiel dominiert. „Das gelingt uns vielleicht nicht über 90 Minuten. Aber das erwarte ich auch nicht“, so Wirtz. Um aber endlich die nächsten Punkte einzufahren, müssen mehr Torabschlüsse her als zuletzt gegen Lüneburg. „Jeder muss mitmachen“, fordert der Trainer.