Landesliga Frauen

Auftakt mit bitterem Ende für Celler Teams

Da war mehr drin: Sowohl ESV Fortuna Celle als auch TuS Bröckel hätten ihre Spiele zum Auftakt gewinnen können. Fortuna verlor, Bröckel spielte Remis.
  • Von Oliver Schreiber
  • 22. Aug. 2022 | 14:19 Uhr
  • 22. Aug. 2022
Lotte Matea Sagwitz (vorne) brachte den ESV Fortuna bereits nach fünf Minuten in Führung.
  • Von Oliver Schreiber
  • 22. Aug. 2022 | 14:19 Uhr
  • 22. Aug. 2022
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Fortunas Lisa Schoenemann (rechts) versucht, Rebekka Rittmeier (Nummer 4) von Eintracht Elbmarsch den Ball abzujagen. Schoenemann erzielte den 2:2-Ausgleich, unmittelbar danach fiel aber schon das 2:3.
Celle.

Der Start in die neue Spielzeit der Fußball-Landesliga verlief für die beiden Celler Damen-Mannschaften durchwachsen. Und Pech war auch dabei. ESV Fortuna Celle verlor gegen Eintracht Elbmarsch durch ein vermeintliches Abseitstor mit 2:3. TuS Bröckel kassierte beim FC Oste/Oldendorf in der Nachspielzeit durch eine direkt verwandelte Ecke noch den Ausgleich.

ESV Fortuna Celle – Eintracht Elbmarsch 2:3 (1:1)

Geführt, hinten gelegen, ausgeglichen, verloren: Die Partie gegen Elbmarsch war für Fortuna ein ständiges Auf und Ab, am Ende war es „ein Ab“ zu viel. „Unterm Strich war der Sieg für Elbmarsch nicht unverdient. Aber das Siegtor fiel aus einer Abseitsposition heraus. Das ist dann natürlich bitter“, meint ESV-Trainer Steffen Damaschke, der kurzfristig auf die verletzte Aileen Holz verzichten musste.

Fortunas Linda Leier flankt in die Mitte.

Der Start verlief für die Cellerinnen nach Maß, bereits nach fünf Minuten sorgte Lotte Matea Sagwitz für die Führung. Die Gäste kamen dann aber besser ins Spiel und drängten Fortuna in die Defensive. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff glich Lena Tode aus. Von der 73. bis zur 79. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Lara Wegner brachte Elbmarsch zunächst in Front. Fünf Minuten später egalisierte Lisa Schoenemann, aber fast direkt nach dem Anstoß lag der Ball dann durch einen Treffer von Nathalie Bödder im Celler Netz, wenn auch aus Sicht des ESV nicht regulär. „Es ist schade, dass es zumindest nicht zu einem Punkt gereicht hat. Spielerisch waren wir auf Augenhöhe, Elbmarsch war in den Zweikämpfen robuster als wir“, resümiert Damaschke.

Leonie Bock schoss Bröckel in Führung und zeigte eine starke Leistung. Nach 20 Minuten musste sie mit Kreislaufproblemen ausgewechselt werden, kehrte aber später wieder aufs Spielfeld zurück.

ESV Fortuna Celle: Angersbach – Wiechmann, Kircher, Sömö (46. Wagner), Kandora, Cammann (57. Brinkmann), Sagwitz (36. Schäfer), Leier, Schoenemann, Becker, Zimmermann.

Tore: 1:0 Sagwitz (5.), 1:1 Tode (45.), 1:2 Wegner (73.), 2:2 Schoenemann (78.), 2:3 Bödder (79.).

FC Oste/Oldendorf – TuS Bröckel 4:4 (2:2)

Die drei Punkte waren zum Greifen nahe – aber ein direkt verwandelter Eckball in der Nachspielzeit durch Lea Michelle Albers verhinderte einen Bröckeler Auftaktsieg. „Das ist natürlich bitter, wenn du dir mit der letzten Aktion des Spiels noch den Ausgleich fängst. Aber der Ball landete genau im Winkel, da war nichts zu machen“, schildert TuS-Trainer Thorsten Kampe die Geschehnisse unmittelbar vor dem Abpfiff.

In einer turbulenten und unterhaltsamen Partie hätten die Gäste den Sack frühzeitig zumachen können. Die starke Leonie Bock (8.) und Stina Gläser (18.) brachten Bröckel früh mit 2:0 in Front, die große Chance zum 3:0 wurde dann aber vergeben. Stattdessen schlug die Stunde von Ostes Torjägerin Laura Hellwege, die drei Treffer in Folge erzielte (29., 33. und 50.) und die Partie fast im Alleingang drehte.

Vor dem Spiel im Stau gestanden

Doch Bröckel kam noch einmal zurück. Germaine Strelow (67.) und Imke Wiedenroth (72.) schossen die Blau-Weißen wieder auf die Siegerstraße – bis die letzte Aktion des Spiels für die Punkteteilung sorgte. „Die Mädels haben eine tolle Moral bewiesen, als sie nach den drei Gegentoren in Folge noch einmal zurückgekommen sind“, lobt Kampe, der direkt aus seinem Timmendorf-Urlaub zum Spiel fuhr. Dies musste eine halbe Stunde später angepfiffen werden, weil die Bröckelerinnen im Stau gestanden hatten.

TuS Bröckel: Papendieck – Wiedenroth, Reinke, Schramm (67. Willumeit), L. Bock (20. Knoop), Kampe, Schumacher, Hausmann (24. Syssenguth), Gläser, M. Bock, Strelow (67. Kahn).

Tore: 0:1 L. Bock (8.), 0:2 Gläser (18.), 1:2 Hellwege (29.), 2:2 Hellwege (33.), 3:2 Hellwege (50.), 3:3 Strelow (67.), 3:4 Wiedenroth (72.), 4:4 Albers (90.).