Landesliga Frauen

Freund und Leid bei Bröckel und Fortuna Celle

Die Kluft zwischen den Celler Landesligisten wird immer größer. TuS Bröckel sichert mit einem 8:1 Platz eins, Fortuna Celle rutscht auf den letzten Platz.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 24. Okt. 2022 | 16:58 Uhr
  • 24. Okt. 2022
Bröckels Tessa Schramm (vorne) treibt den Ball Richtung Strafraum. Gegen Anderlingen-Byhusen hatte TuS klare Geschwindigkeitsvorteile.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 24. Okt. 2022 | 16:58 Uhr
  • 24. Okt. 2022
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Celle.

In den Fußballspielen der Landesliga der Frauen ging es torreich zu. Bei beiden Celler Partien schoss eine Mannschaft acht Tore. Einmal fielen sie auf der richtigen, einmal auf der falschen Seite. Während TuS Bröckel die SG Anderlingen-Byhusen mit 8:1 besiegte, ging der ESV Fortuna Celle mit 2:8 bei VSK Osterholz-Scharmbeck unter.

SG Anderlingen-Byhusen – TuS Bröckel 1:8 (0:4)

Man hatte das Team der SG Anderlingen-Byhusen auf keinen Fall unterschätzen wollen. „Das haben wir auch nicht“, sagte Bröckels Trainer Thorsten Kampe. Stattdessen erlebte er seine Spielerinnen schon bei der Anreise noch konzentrierter und fokussierter als sonst. „Sie wussten natürlich auch schon, dass SV Böhme am Tag zuvor gepatzt hat“, erklärte Kampe. Böhme ist Zweiter, liegt drei Punkte hinter Bröckel und hat zwei Spiele weniger absolviert. Da das direkte Duell aber noch aussteht, kann Bröckel aus eigener Kraft Platz eins sichern. Mit diesem Wissen ging Bröckel die Partie in Byhusen druckvoll an.

Leonie Bock (links) erzielte für TuS Bröckel gegen die SG Anderlingen-Byhusen zwei Tore.

Die Gäste hatten Geschwindigkeitsvorteile, die sie auch clever ausnutzten. Beim Führungstreffer profitierten sie von einem erzwungenen Eigentor (18.). Danach folgten clever herausgespielte Treffer durch Leonie Bock (27., 45.) und Dana Syssenguth (38.) zum 4:0-Halbzeitstand. „Bei Dana ist endlich der Knoten geplatzt. Sie war richtig gut im Spiel“, freute sich Kampe mit der bislang glücklosen Mittelfeldspielerin.

Bröckel zeigt sich nur einmal "schläfrig"

In der zweiten Halbzeit knüpfte Bröckel nahtlos an die Leistung des ersten Durchgangs an. Stina Gläser (51.) und Imke-Dorothea Wiedenroth (58.) erhöhten auf 6:0. In der 60. Minute kam der Gastgeber durch Chiara Hess zum Ehrentreffer. „Da waren wir etwas schläfrig. Vielleicht wären wir beim Stand von 0:0 anders hingegangen“, sagte Kampe. Aber Wiedenroth per Elfmeter (78.) und erneut Syssenguth (82.) legten zum 8:1 nach.

TuS Bröckel: Dreger – Schramm, Merten, M. Bock, Hoppe (79. J. Kampe), L. Bock, Gläser (85. Schmidt), F. Kampe, Syssenguth (83. Knoop), Reinke, Wiedenroth.

Tore: 0:1 Treu (18., ET), 0:2 L. Bock (27.), 0:3 Syssenguth (38.), 0:4 L. Bock (45.), 0:5 Gläser (51.), 0:6 Wiedenroth (58.), 1:6 Hess (60.), 1:7 Wiedenroth (78., EM), 1:8 Syssenguth (82.).

VSK Osterholz-Scharmbeck – ESV Fortuna Celle 8:2 (5:2)

Am anderen Ende der Tabelle findet sich der ESV Fortuna Celle wieder. Dabei hatte sich das Team gegen das vorherige Schlusslicht Osterholz-Scharmbeck so viel vorgenommen. Doch aus den angepeilten drei Punkten wurde nichts – im Gegenteil. Die Cellerinnen fingen sich acht Tore und übernahmen somit die rote Laterne.

Fortuna mit Personalsorgen

Schon der Blick auf die Aufstellung ließ nichts Gutes erahnen. Zahlreiche wichtige Spielerinnen fehlten. Jasmin Wille vertrat Stammtorhüterin Chantal Angersbach. Zudem mussten Franziska Cammann aus der zweiten Mannschaft und Nachwuchsspielerin Josephin Schäfer aushelfen.

Früher Wechsel

Bitter wurde es, als Trainer Steffen Damaschke Schäfer bereits früh durch Finja Brinkmann ersetzen musste (28.) Zu dem Zeitpunkt stand es nur 2:3. Sarah Kircher und Lisa Schoenemann hatten für Fortuna getroffen. Jedoch stellte der Gegner noch vor der Pause auf 5:2. Nach dem Seitenwechsel blieben die Cellerinnen ohne Tore. Osterholz-Scharmbeck legte noch drei nach und kletterte auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Auf diesen hat Fortuna jetzt drei Punkte Abstand.

ESV Fortuna Celle: Wille – Kandora, Leier, Kircher, Schoenemann, Wiechmaann, Becker, Zimmermann, Schäfer (28. Brinkmann), Cammann, Zverotic.

Tore: 1:0 Becker (11.), 1:1 Kircher (12.), 2:1 Prigge (13.), 3:1 Wittmershaus (16.), 3:2 Schoenemann (27.), 4:2 Kraft (42.), 5:2 Kraft (45.+1), 6:2 Wittmershaus (48.), 7:2 Becker (54.), 8:2 Wittmershaus (80.).