Landesliga Frauen

Dämpfer für Bröckel und Fortuna

Nach dem Sieg vergangenes Wochenende lassen Celles Fußballerinnen diesmal Punkte liegen. Bröckel kassiert erste Niederlage und der ESV verliert gegen Barum II.

  • Von Katharina Jäger
  • 19. Sept. 2022 | 19:25 Uhr
  • 20. Sept. 2022
  • Von Katharina Jäger
  • 19. Sept. 2022 | 19:25 Uhr
  • 20. Sept. 2022
Anzeige
Celle.

Kein gutes Wochenende für die beiden Celler Frauenteams in der Landesliga: Der ESV Fortuna Celle rutschte in der Tabelle nach der 1:2-Niederlage gegen die Reserve von MTV Barum zurück auf den elften Platz und hat zusammen mit Eintracht Elbmarsch bisher die wenigsten Tore geschossen. Die Fußballerinnen des TuS mussten sich gegen VfL Güldenstern Stade geschlagen geben und die erste Saisonniederlage hinnehmen.

ESV Fortuna Celle – MTV Barum II 1:2 (0:2)

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, resümiert Trainer Steffen Damaschke die Partie gegen MTV Barum II. Trotz der 1:2-Niederlage muss er seiner Mannschaft ein Kompliment machen: „Wir standen gut und haben gekämpft“ – trotz der vielen Ausfälle im Mittelfeld und im Sturm, weshalb Fortunas Aufstellung überwiegend aus Defensivspielerinnen bestand. Da die zweite Mannschaft vorab selbst spielte, hätten manche Spielerinnen 180 Minuten durchgespielt.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

Steffen Damaschke, Trainer ESV Fortuna Celle

Fortunas zweiter Gegentreffer war unglücklich

Bei den beiden Gegentreffern in der 10. und 16. Minute seien die ESV-Damen einmal überlaufen wurden und einmal hätte Chantal Angersbach den Ball unglücklich ins eigene Tor gefaustet. Ansonsten sei es ein Spiel auf Augenhöhe gewesen, so Damaschke. Nach dem Anschlusstreffer in der 67. Minute – ein Eigentor von Barumerin Sabrina Plankert – habe Fortuna nochmals gut Druck nach vorn gemacht, „doch irgendwann ist die Zeit auch zu Ende.“

Derby-Time am 29. September: TuS Bröckel empfängt ESV Fortuna Celle

Jetzt hat Damaschke zehn Tage Zeit, um seine Spielerinnen auf das Derby am 29. September gegen den TuS Bröckel vorzubereiten. Er hofft, dass die Plätze nicht wegen schlechten Wetters gesperrt werden.

ESV: Angersbach – Sömö (72. Wagner), Kircher, Schoenemann, Wiechmann, Metzger-Tiemann (21. Cammann), Weißleder, Petruschewski, Zverotic, Fiebig, Sagwitz.

VfL Güldenstern Stade – TuS Bröckel 4:2 (1:0)

„Unter dem Strich war das Spiel sehr lehrreich für uns“, lautet das Fazit von TuS-Coach Thorsten Kampe bezüglich der ersten Saisonniederlage seiner Damen. Zusätzlich zu den fehlenden Spielerinnen im Mittelfeld und der Linksverteidigerposition kamen kurzfristig noch zwei weitere Absagen hinzu. Da unter anderem Innenverteidigerin Hanna Mrasek doch ausfiel, musste er die Abwehr noch einmal umstellen.

„Die zweite Hälfte war richtig gut.“

Thorsten Kampe, Trainer TuS Bröckel

Thorsten Kampe: Erste Halbzeit die falsche Einstellung gehabt

Die Bröckelerinnen verschliefen die erste Halbzeit. „Wir haben nicht die Einstellung auf den Platz gebracht, die man in der Landesliga braucht, und waren zu hektisch. Ich hätte am liebsten nach einer Viertelstunde eine Auszeit genommen“, teilt Kampe mit – leider gibt es das beim Fußball nicht. So hatte der Trainer erst in der Pause die Gelegenheit, seine Mannschaft wachzurütteln. Zum Glück führte Staden zur Halbzeit nur 1:0 nach einem Elfmeter. „Es hätte noch wesentlich höher sein können.“

TuS Bröckel nach Pause viel besser im Spiel

Nach der Pause lief ein anderer TuS Bröckel auf. „Die zweite Hälfte war richtig gut“, lobt Kampe. Insbesondere Sanzy Hausmann habe vorn im Angriff gewirbelt. Nach dem Ausgleichstreffer von Kapitänin Imke-Dorothea Wiedenroth (54. Minute) – ebenfalls ein Strafstoßtor, insgesamt gab es vier Elfmeter – ging es Schlag auf Schlag. Drei Minuten später führten die Gastgeberinnen erneut, bevor Leonie Bock für den TuS in der 62. Minute den Anschlusstreffer erzielte.

Bröckelerinnen hatten Chance, die Partie zu drehen

Die Bröckelerinnen hätten die Partie drehen können, doch nach der Auswechslung zwei gelbbelasteter Spielerinnen sei Stades Sina Baumann außen zweimal durchgekommen und habe den Ball erfolgreich im Tor platziert.

TuS: Dreger – Schramm (66. Schacht), Merten, L. Bock, Hausmann, Kahn, F. Kampe, Syssenguth, Reinke (66. Depenau (80. J. Kampe)), Wiedenroth, Knoop.