Landesliga der Frauen

Später Nackenschlag bei TuS Bröckels 1:1-Remis

Spitzenreiter TuS Bröckel hat beim 1:1 gegen Elbmarsch wichtige Punkte verloren. Fortuna Celle überraschte gegen den Tabellenvierten TuS Westerholz.

  • Von Sebastian Salpius
  • 01. Nov. 2022 | 18:35 Uhr
  • 01. Nov. 2022
Kein Vorbeikommen: Bröckels Dana Syssenguth (rechts) scheitert an der starken Elbmarscher Torhüterin Wiebke Knippelberg.
  • Von Sebastian Salpius
  • 01. Nov. 2022 | 18:35 Uhr
  • 01. Nov. 2022
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Bröckels Franka Kampe (hinten) will klären, kommt aber zu spät in den Zweikampf. Das Spiel gegen Eintracht Elbmarsch ist für den Tabellenführer unbequem.
Celle.

Zwei überraschende Resultate gab es am Sonntag in der Fußball-Landesliga der Frauen: Während Schlusslicht Fortuna Celle einen unerwarteten Heimsieg einfuhr, erlebte Tabellenführer TuS Bröckel beim 1:1 gegen Elbmarsch einen gebrauchten Tag.

TuS Bröckel – Eintracht Elbmarsch 1:1 (1:0)

„Es war genau das Spiel, das wir erwartet haben“, sagte Bröckels Trainer Thorsten Kampe nach dem Remis gegen Eintracht Elbmarsch. Seine Spielerinnen starteten als klare Favoritinnen ins Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten, mussten aber schon vor dem Anpfiff einen schmerzhaften Ausfall verkraften. Verteidigerin Marie Bock meldete sich am Morgen krank.

„Häufig ist der letzte Pass nicht angekommen, wir hatten nicht die nötige Ruhe und die Torhüterin war sehr souverän.“

Bröckels Trainer Thorsten Kampe

Elbmarsch begann erwartungsgemäß defensiv, doch die Bröckelerinnen erwischten einen optimalen Start: Imke Wiedenroth überwand die starke Gästetorhüterin Wiebke Knippelberg früh mit einem Heber. „Wir haben das Spiel gut angenommen“, verdeutlichte Kampe, der über die gesamte Spieldauer viele Halbchancen seiner Elf sah. Zwingende Torgelegenheiten sprangen aber nicht heraus. „Häufig ist der letzte Pass nicht angekommen, wir hatten nicht die nötige Ruhe und die Torhüterin war sehr souverän.“

Auch das Verletzungspech zog sich wie ein roter Faden durchs Bröckeler Spiel. Nach einer halben Stunde musste Leonie Bock mit Kreislaufproblemen vom Platz. Und nur zwei Minuten später erlitt Germaine Strelow im Luftzweikampf eine schwere Knieverletzung, deren Diagnose noch aussteht. Zur Halbzeit musste Kampe auch noch Torhüterin Laura Papendieck auswechseln. Zudem verletzte sich Neele Merten am Knöchel und Tessa Schramm ließ sich freiwillig auswechseln, nachdem sie eine Gelbe Karte sah. „Das hat nicht dazu beigetragen, dass wir sicherer geworden sind“, erklärte Kampe.

Es folgte der bittere Höhepunkt in der 88. Minute: Mit dem ersten gefährlichen Angriff egalisierte Elbmarsch die Bröckeler Führung. Hannah Rittmeier traf per „Sonntagsschuss“ aus 20 Metern. Ein „Beinbruch“ sei das Resultat laut Kampe aber nicht, weil Verfolger SV Böhme nicht über ein 1:1 in Stade hinauskam.

TuS Bröckel: Papendieck (46. Dreger) – Schramm (80. Knoop), Merten, L. Bock (30. Hausmann), Gläser, F. Kampe, Syssenguth, Reinke, Wiedenroth, Hoppe, Strelow (32. Schmidt)

Tore: 1:0 Wiedenroth (10.), 1:1 Rittmeier (88.)

Fortunas Linda Leier war beim 2:0-Heimsieg gegen TuS Westerholz an beiden Celler Toren beteiligt (Archivfoto). Sie trug mit einer starken Leistung dazu bei, dass die schwarze Heimserie in der Liga riss.

Fortuna Celle – TuS Westerholz 2:0 (0:0)

Seit dem 21. November 2021 mussten die Frauen des ESV Fortuna Celle auf einen Landesliga-Punktgewinn im eigenen Stadion warten. Am Sonntag riss die Durststrecke dank eines 2:0-Sieges gegen den TuS Westerholz. „Wir haben die Aggressivität und den Willen gezeigt, den letzten Schritt zu gehen“, freute sich Trainer Steffen Damaschke über die Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche. Weil die Westerholzerinnen tief standen, kam der ESV zu guten Torchancen. Damaschke beorderte Chantal Angersbach vom defensiven Mittelfeld in den Sturm, um noch mehr Druck auszuüben. Die etatmäßige Torhüterin kam nach ihrer Rippenprellung als Feldspielerin zum Einsatz. „Das, was sie im Tor kann, kann sie auf dem Spielfeld auch“, lobte Damaschke.

„Man hat gesehen, dass alle hellwach waren und wir unbedingt gewinnen wollten."

ESV-Coach Steffen Damaschke

Westerholz nutzte die vielen Torchancen nicht und leistete sich Fehlpässe. Die Cellerinnen rissen die Kontrolle im Mittelfeld an sich und gingen schließlich verdient in Führung. Das 1:0 von Lisa Schoenemann (65.) bereitete Linda Leier mustergültig vor. Zehn Minuten später erlief sie den Ball mit viel Einsatz und sorgte für den 2:0-Endstand. „Man hat gesehen, dass alle hellwach waren und wir unbedingt gewinnen wollten“, so Damaschke.

ESV Fortuna Celle: Wille – Kandora, Leier, Kircher, Schoenemann, Wiechmann, Zimmermann, Metzger-Tiemann (10. Lüssmann, 65. Brinkmann), Weißleder, Zverotic, Angersbach.

Tore: 1:0 Schoenemann (65.), 2:0 Leier (75.)