Kreisliga Männer

Zwei Trainer an alter Wirkungsstätte

Im Verfolgerduell der Kreisliga wollen TuS Oldau-Ovelgönne und Westercelle II Spitzenreiter Bröckel auf den Fersen bleiben.
  • Von Jens Tjaden
  • 22. Sept. 2022 | 17:58 Uhr
  • 22. Sept. 2022
  • Von Jens Tjaden
  • 22. Sept. 2022 | 17:58 Uhr
  • 22. Sept. 2022
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Celle.

Der 6. Spieltag in der Fußball-Kreisliga startet bereits am Samstag mit dem Gastspiel von Vorwerk in Nienhagen. Bei den Duellen Langlingen gegen Bröckel und Wietzenbruch gegen Altencelle treffen die Heimtrainer auf ihre Vergangenheit. Sowohl Nico Strehl (Langlingen) als auch Oliver Seinsch (Wietzenbruch) haben bei ihren aktuellen Gegnern das Fußballspielen gelernt und waren auch in weiteren Positionen dort aktiv. Das Spitzenspiel Dritter gegen Zweiter wird in Ovelgönne angepfiffen, wo die Westerceller Landesliga-Reserve zu Gast ist und auf die Tabellenführung schielt.

SV Nienhagen – SC Vorwerk (Samstag, 16 Uhr)

Wie schon beim Duell mit SC Wietzenbruch erwartet SVN-Coach Jens Gebler auch gegen Absteiger Vorwerk trotz der klaren Ausgangslage eine vernünftige Einstellung von seinen Kickern. „Am Freitag im Abschlusstraining werde ich mir genau angucken, wie jeder einzelne trainiert“, baut er Druck auf. Jeder erwartet einen deutlichen Sieg gegen den punktlosen Tabellenletzten. Mit einem frühen Tor will Nienhagen die Weichen für einen wichtigen Erfolg stellen. Bevor es mit Altencelle, TuS Celle FC und Westercelle II gegen die Schwergewichte des Oberhauses geht.

TuS Oldau-Ovelgönne – VfL Westercelle II (Sonntag, 15 Uhr)

Für Oldaus Trainer Oliver Tietz ist die Favoritenrolle klar vergeben. „Allein aufgrund des Kaders schätze ich Westercelle sehr hoch ein“, sagt er. Von der Tabellenkonstellation her, ist es das Spitzenspiel des Spieltages. Allerdings beklagt Tietz weiterhin den Verlust von wichtigen Akteuren, denn mit Robin Meyer, Simon Frisch und Maximilian Reinecke fehlt ihm eine komplette Achse. „Wir müssen über unseren Zenit hinaus gehen, nur dann haben wir eine Chance“, so der Coach. Trotzdem geht er selbstbewusst in die Partie.

TS Wienhausen – MTV Eintracht Celle II (Sonntag, 15 Uhr)

Durch die Niederlage gegen Westercelle, die durch viele individuelle Fehler zustande kam, ist Wienhausen aus der Spitzengruppe ins Mittelfeld der Tabelle zurückgefallen. Durch die Rückkehr von Torgarant Nils Neumann sowie Rune Lübbers erhofft sich Trainer Christian Hilse den nötigen Schub, um zurück in die Erfolgsspur zu kommen. „Die Stimmung in der Mannschaft ist weiterhin gut, wir brauchen fürs Selbstvertrauen aber unbedingt einen Sieg“, hofft Hilse. Die Eintrachtler scheinen ein guter Aufbaugegner zu sein, denn mit lediglich drei Punkten aus fünf Partien blieben sie bislang hinter den Erwartungen zurück.

SG Lachendorf-Beedenbostel – TuS Eschede (Sonntag, 15 Uhr)

„Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel“, sagt Ilas Ahrens, Trainer der Spielgemeinschaft. Die Schwere der Aufgabe des Ligaerhalts ist ihm bewusst, da alle Gegner für seine Elf eine große Herausforderung darstellen. „Wir müssen über die Teamleistung kommen“, sagt Ahrens, in dem Wissen keine Unterschiedsspieler in seinen Reihen zu haben. Er hofft, dass sich der Spaß aus dem Training auf das Spiel überträgt und sie für eine Überraschung sorgen können.

FC Firat Bergen – SSV Südwinsen (Sonntag, 15 Uhr)

Firats vor der Saison neu installierter Trainer Ronnie Wolff gibt sich vor der Partie mit Südwinsen keinen Illusionen hin. Es ist für ihn ein Endspiel, denn bei einer weiteren Niederlage könnte er bereits den Laufpass bekommen. „Die Mannschaft muss am Sonntag zeigen, ob sie mit mir weitermachen wollen“, so Wolff. Das große Problem der kurdischen Elf ist weiterhin die mangelhafte Disziplin. In fünf Partien gab es bereits drei rote Karten und einen Spielabbruch. „Bei uns ist im negativen Sinne immer etwas los“, berichtet der Trainer etwas ernüchtert. Das spielerische Potenzial ist zweifelsfrei vorhanden, es muss nur diszipliniert auf den Rasen gebracht werden.

MTV Langlingen – TuS Bröckel (Sonntag, 15 Uhr)

Für die Samtgemeinde Flotwedel ist es die Mutter aller Derbys, wenn Langlingen auf Bröckel trifft. Denn kein Duell gab es häufiger, auch wenn das letzte Aufeinandertreffen drei Jahre zurückliegt. Zudem ist es für den neuen Langlinger Coach Nico Strehl eine ganz besondere Partie. Mehr als 15 Jahre war er im Jugendbereich und bei den Frauen als Coach für Bröckel im Einsatz und jahrelang Nachbar von Bröckels Coach Bernd Schäfer. „Sonntag werde ich viele bekannte Gesichter treffen, das ändert aber nichts daran, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, so Strehl. Für den abwesenden Tristan Santelmann kehrt Timo Sonemann in den Kader zurück.

SC Wietzenbruch – SV Altencelle (Sonntag, 15 Uhr)

Auch in Wietzenbruch wird es für den Trainer ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen Weggefährten geben. Oliver Seinsch ist seit 30 Jahren Mitglied beim SV Altencelle und dort fußballerisch groß geworden. „Ich freue mich auf das Wiedersehen, auch wenn es für uns eine Mammutaufgabe ist“, sagt er. Seine klare taktische Ausrichtung lautet: Defensive. „Wir müssen die Null so lange wie möglich halten“, hofft der Trainer. Allerdings fallen Seinsch mit Mike Miller (verletzt) und Yan Luca Klindworth (Rotsperre) zwei weitere Leistungsträger aus.

TuS Eversen-Sülze – TuS Celle FC (Sonntag, 15 Uhr)

Eversens Coach Sven Ewert hat mächtig Respekt vor dem Konkurrenten aus Celle. „Die sind gut in die Saison gekommen und haben bislang gute Ergebnisse erzielt“, weiß er Der Lohn für die Celler: Rang vier. Doch Eversen rangiert nur einen Punkt dahinter, könnte mit einem Heimsieg am TuS FC vorbeiziehen. Ewerts Problem sind die ständigen Rochaden in der Everser Abwehrkette, da ist das wichtige Einspielen nicht möglich. Unter der Woche hat es Corona-Fälle in der Mannschaft gegeben, da ist die Rückkehr von Moritz Stahlmann und David Patzelt Gold wert.