Kreisliga

Belastungsprobe für Bröckel und Nienhagen

In der Celler Kreisliga sind die Aufsteiger gleich doppelt gefordert. Und der große Aufstiegsfavorit hat den aktuellen Spitzenreiter zu Gast.
  • Von Jens Tjaden
  • 25. Aug. 2022 | 15:27 Uhr
  • 26. Aug. 2022
Die Bröckeler Bjarne Knitter und Christian Schomburg (rechts) versuchen, Eschedes Dennis Runge den Ball abzujagen. Nach dem 5:2-Auftakterfolg hat Bröckel die Chance, mit zwei Heimsiegen einen Traumstart hinzulegen.
  • Von Jens Tjaden
  • 25. Aug. 2022 | 15:27 Uhr
  • 26. Aug. 2022
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Celle.

Am 3. Spieltag in der Fußball-Kreisliga gibt es für zwei Teams einen Doppelspieltag. Bereits am Freitag duellieren sich die beiden Aufsteiger TuS Bröckel und SV Nienhagen, die dann am Sonntag nochmal auf den Rasen müssen. Beim Aufstiegsfavoriten SV Altencelle gibt Tabellenführer TS Wienhausen seine Visitenkarte ab. Der TuS Eschede will gegen den SSV Südwinsen zeigen, dass die frühe Schwächephase bereits überwunden ist. Die Oberliga-Reserve des MTV Eintracht Celle hofft in der Partie gegen den MTV Langlingen auf die erste Punkte. Allerdings nicht vor eigenem Publikum, denn das Heimrecht wurde getauscht und die Partie nach Langlingen verlegt.

TuS Bröckel – SV Nienhagen (Freitag, 18.15 Uhr)
TuS Bröckel – SC Wietzenbruch (Sonntag,15 Uhr)

Für Bröckel stellt die Doppelbelastung mit den Spielen am Freitag und Sonntag eine echte Aufgabe dar. Der dünne Bröckeler Kader gibt Spiele im Zwei-Tage-Rhythmus personell eigentlich nicht her. Trainer Bernd Schäfer muss auf die Belastungssteuerung ein besonderes Augenmerk legen. „Es wird sehr interessant, wie das Wochenende verkraften“, schaut Schäfer voraus.

Mitaufsteiger Nienhagen schätzt er sehr hoch ein, auch wenn das letzte Duell in der 1. Kreisklasse mit 3:2 gewonnen wurde. „Wenn die alle an Bord haben, ist das eine Topmannschaft“, sagt er. Trotz dieser schwere Aufgabe möchte der erfahrene Coach das erste Heimspiel natürlich unbedingt gewinnen.

Wietzenbruch, der Gegner der Blau-Weißen am Sonntag, steht schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand. Punktlos mit bereits elf Gegentreffer liegt das Team vom Alten Kanal am Tabellenende und hat sich in den beiden bisherigen Auftritten nicht mit Ruhm bekleckert. „Die Tabelle spielt keine Rolle, wir müssen den Kampf annehmen und darüber ins Spiel kommen“, meint Schäfer.

SV Nienhagen – TuS Eversen-Sülze (Sonntag, 15 Uhr)

Aufsteiger Nienhagen muss auch eine Doppelbelastung meistern, Coach Jens Gebler sieht seine Mannschaft dafür aber durchaus gut gerüstet. „Ich habe einen großen Kader zur Verfügung, wenn am Freitag jemand ans Limit gehen muss, bekommt er am Sonntag eine Pause“, so Gebler. Das in der Kreisliga höhere Niveau müssen seine Spieler in jeder Woche annehmen. Es gab schon in der Aufstiegssaison Phasen, in denen es gegen gute Gegner zu wenig war, was der SVN ablieferte. „In engen Spielen müssen wir lernen, den Schalter umzulegen, um alles abzurufen“, fordert der Trainer. Zudem ist für ihn wichtig, Eversens Leistungsträger wie Moritz Stahlmann aus dem Spiel zu nehmen.

MTV Langlingen – MTV Eintracht Celle II (Sonntag, 15 Uhr)

Das Spiel sollte ursprünglich in der Celler Wilharm-Arena angepfiffen werden. Wegen einer parallel stattfindenden Veranstaltung auf dem Gelände haben sich beide Vereine darauf geeinigt, das Heimrecht zu tauschen. Aufgrund der durch die Ferienzeit bedingten geringen Trainingsbeteiligung lässt die Fitness der Oberliga-Reserve des MTV Eintracht Celle noch zu wünschen übrig. Das Vertrauen in die Fähigkeiten seiner Mannschaft, zieht Emin Kiy aber in der phasenweise ansehnlichen Spielweise. „An vielen Aktionen sehe ich, dass wir das Format haben, um guten Fußball zu spielen“, sagt der Trainer vor der Partie gegen die starken Langlinger.

VfL Westercelle II – FC Firat Bergen (Sonntag, 15 Uhr)

Der VfL hat nach einem starken Auftritt und dem Sieg über Südwinsen einen schwächeren Auftritt folgen lassen und in Langlingen verloren. Mit Firat Bergen reist jetzt ein Team an die Wilhelm-Hasselmann-Straße, das in den beiden bisherigen Partien durch undiszipliniertes Verhalten aufgefallen ist und jeweils Platzverweise kassiert hat. „Wir wollen uns nicht ablenken lassen und werden unser eigenes Spiel durchbringen“, schaut VfL-Coach Timo Papendieck voraus. Der Kader der Landesliga-Reserve ist gut bestückt und wird bei Bedarf wieder mit Spieler aus der eigenen U19 verstärkt.

TuS Celle FC – SG Lachendorf/Beedenbostel (Sonntag, 15 Uhr)

Der Celler Coach Eike Mach kann sich im Moment nicht über die Leistungen seiner Mannschaft beklagen. Gegen Langlingen wurde ein Drei-Tore-Rückstand noch egalisiert, beim FC Firat gewannen die Blau-Gelben mit 4:1. Jetzt kommt mit der neuformierten Elf aus Lachendorf ein Gegner, der von der Papierform her klar unterlegen ist. „Unser gewonnenes Selbstvertrauen wollen wir auf den Platz bringen, die Jungs glauben an sich“, freut sich Mach. Allerdings lauert auch die Gefahr der Überheblichkeit, die der erfahrene Mach aber sofort im Keim ersticken will. „Hochmut kommt vor dem Fall“, bemüht er eine alte Weisheit.

SV Altencelle – TS Wienhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Schon vor dem klaren Erfolg über Lachendorf wurde in Altencelle Tacheles gesprochen. „So einen Auftritt wie gegen Bergen wollte ich nicht noch einmal sehen“, so die bekannt klare Ansage von Coach Claus Netemeyer. Jetzt kommt mit Wienhausen der aktuelle Tabellenführer an den Föscherberg, die eine gute Frühform hat. „Der Tabellenstand des Gegners ist unwichtig, Wienhausen hat bislang aber sehr gut performt“, weiß der SVA-Trainer. Er sieht in seinem Kader jedoch genügend Qualität, um das spannende Duell für sich zu entscheiden. Durch das weiterhin dreimal wöchentlich stattfindende Training will der Übungsleiter die körperlichen Defizite aufarbeiten.

SC Vorwerk – TuS Oldau-Ovelgönne (Sonntag, 15 Uhr)

Vorwerks neuer Coach Stefan Täubert gibt sich keinerlei Illusionen hin: „Wir werden noch zwei bis drei Monate brauchen, bis wir das Tempo der anderen Teams mitgehen können“, schaut er voraus. Die meisten seiner Kicker haben bislang in unteren Klassen gespielt und müssen sich noch an das höhere Niveau gewöhnen. Trotz dieser Defizite erwartet er von seiner Mannschaft, dass sie alles gegeben wird. Das Vertrauen in eine gute Partie gegen den klaren Favoriten aus Oldau zieht er aus der guten ersten Halbzeit gegen Wienhausen.

TuS Eschede – SSV Südwinsen (Sonntag, 15 Uhr)

Die beiden Escheder Trainer Sören Soltendieck und Torsten Gers waren nach der Heimniederlage gegen Bröckel ziemlich gefrustet. Gerade die im Fußball so wichtige Siegermentalität hat ihnen bei ihrer Elf gefehlt. Am Sonntag kann sich Eschede vor eigenen Publikum rehabilitieren. „Im Training haben wir alles besprochen, ich bin überzeugt, dass es gegen Südwinsen besser wird“, so Gers. Südwinsen sieht er mit seiner Mannschaft auf Augenhöhe, da gilt es, die bisher hohe Fehlerquote zu minimieren. „Gerade in der Defensive müssen wir Sicherheit ausstrahlen“, erwartet der Trainer.