Kreisliga

Fast jedes Spiel ein Spitzenspiel

Von Platz elf aufwärts bis zur Spitze liegt in der Kreisliga alles dicht beisammen. Daher werden vor der Winterpause nochmal alle Kräfte mobilisiert.
  • Von Jens Tjaden
  • 24. Nov. 2022 | 17:35 Uhr
  • 24. Nov. 2022
Mit vereinten Kräften versuchen die Südwinser Yannick Blunk (links) und Bedil Yavsan (rechts) Oldaus Sören Schulz zu stoppen. Sowohl Oldau als auch Südwinsen dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, in der Kreisliga bis zum Schluss ganz oben mitzumischen.
  • Von Jens Tjaden
  • 24. Nov. 2022 | 17:35 Uhr
  • 24. Nov. 2022
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Die Spiele in der Fußball-Kreisliga sind hart umkämpft – wie hier Altencelles Jan Kindermann (weißes Trikot) im Duell mit Dennis Ly vom TuS Celle FC beweist. Sowohl für den SVA als auch den TuS FC stehen Topspiele auf dem Programm.
Celle.

Am 15. Spieltag in der Fußball-Kreisliga sind letztmalig in diesem Jahr alle Celler Kreisligisten am Start – so es denn das Wetter und die Platzverhältnisse zulassen. Immerhin sind die Spielfelder im Stadtgebiet, die am vergangenen Wochenende noch gesperrt waren, sind inzwischen wieder freigegeben worden, sodass die Fans auf einen kompletten Spieltag hoffen können. Die für Freitag geplante Nachholpartie zwischen der SG Lachendorf/Beedenbostel und der TS Wienhausen ist allerdings abgesagt worden. Auf der Lachendorfer Anlage ist frühestens ab Samstag wieder Fußballspielen erlaubt.

Der TuS Bröckel versucht derweil, nach drei Niederlagen in Serie bei der Oberliga-Reserve MTV Eintracht Celle II wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. Angesichts der irren Tabellensituation – ab Platz elf aufwärts bis ganz oben liegt alles dicht beisammen – gibt es gleich mehrere Spitzenspiele, zum Beispiel zwischen TuS Oldau-Ovelgönne und TuS Eversen-Sülze, MTV Langlingen und SV Altencelle, SSV Südwinsen und TuS Celle FC sowie TuS Eschede und VfL Westercelle II.

MTV Eintracht Celle II – TuS Bröckel (Samstag, 14 Uhr)

Bei Bröckel herrscht trotz dreier Niederlagen am Stück keine Tristesse. „Wir freuen uns auf unser letztes Spiel in diesem Jahr, alle sind hochmotiviert“, betont Bröckels Coach Bernd Schäfer. Der erfahrene Trainer will nicht zurückblicken, dafür kennt er den Fußball zu gut. Für ihn ist interessant, wie die Mannschaft auf die Negativserie reagiert. „Wir wissen, woran es gelegen hat und wollen es auf jeden Fall besser machen“, so Schäfer.

TuS Oldau-Ovelgönne – TuS Eversen-Sülze (Sonntag, 14 Uhr)

Für Oldaus Trainer Oliver Tietz liegt der Fokus auf der letzten Partie in diesem Jahr. „Wir wollen nochmal drei Punkte holen“, fordert Tietz. Der kurze Leistungseinbruch mit den Niederlagen gegen Langlingen und Südwinsen wurde analysiert – und es folgten danach sieben Punkte aus drei Spielen. Dies brachte die Blau-Gelben zurück an die Spitze. Bei einem Sieg könnte theoretisch nur noch der MTV Langlingen, der noch zweimal spielt, den Oldauern den Platz an der Sonne vor der Winterpause streitig machen.

TS Wienhausen – SC Wietzenbruch (Sonntag, 14 Uhr)

Wienhausens Trainer Christian Hilse ist in der derzeitigen Situation sehr froh, dass die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft so gut funktioniert. „Auch, wenn es einen großen Leistungsunterschied zur 3. Kreisklasse gibt, helfen die Jungs uns weiter“, berichtet Hilse, der sieben potenzielle Stammkräfte ersetzen muss. Daher sehnen auch die Klosterkicker die Winterpause herbei. Nichtsdestotrotz will die TSW das Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten nutzen, um sich deutlich vom Tabellenkeller abzusetzen. „Drei Punkte gegen Wietzenbruch wären eminent wichtig“, so Hilse.

SG Lachendorf/Beedenbostel – SV Nienhagen (Sonntag, 14 Uhr)

Die Plätze in Lachendorf sind bis einschließlich heute gesperrt, daher fiel auch das Nachholspiel der SG gegen die TS Wienhausen aus. Eine Entscheidung, ob die Partie gegen den SV Nienhagen stattfinden kann, wird aller Voraussicht nach am Samstag getroffen.

Den personell arg gebeutelten Lachendorfern kommt es sicherlich entgegen, nicht zweimal binnen weniger als 48 Stunden spielen zu müssen. Es gibt wahrscheinlich kaum einen Trainer, der die Winterpause so sehr herbeisehnt wie Lachendorfs Ilas Ahrens. Nach dem Duell mit Aufsteiger Nienhagen hat die SG spielfrei bis März nächsten Jahres, sofern die Wienhausen-Partie nicht noch im Dezember neu angesetzt wird. „In der Winterpause müssen wir unbedingt neue Spieler für uns gewinnen, damit wir nicht wieder so heftige personelle Probleme bekommen“, so Ahrens.

Aktuell beklagt der Coach sieben Verletzte. So wird er wieder auf die beiden Oldies Frank Due und Ex-Trainer Tobias Zeising zurückgreifen müssen. „Wir haben keine zweite Mannschaft und die Nachwuchsspieler sind noch zu jung“, begründet Ahrens deren Nominierung. Da es auch für Nienhagen der vorerst letzte Auftritt ist, wird auch der SVN hochmotiviert sein, zumal er in der Tabelle weiter nach oben klettern kann.

FC Firat Bergen – SC Vorwerk (Sonntag, 14 Uhr)

Firat Bergen befand sich bis zum 8. Spieltag in arger Abstiegsnot, hat sich danach aber ein Polster von zehn Punkten zum ersten Abstiegsplatz erspielt. Gegen sieglose Vorwerker soll diese Erfolgsserie weitergeführt werden. Wenn Bergens Kicker ihre Emotionen im Griff haben, sind sie für jeden Gegner schwer zu bespielen und gehören zu den spielstärksten Teams der Liga. der Abstand zur Spitzengruppe ist nur minimal.

MTV Langlingen – SV Altencelle (Sonntag, 14 Uhr)

Beide Teams durften wegen der Sperrung der Celler Sportplätze nicht auf den Rasen und sind entsprechend heiß auf dieses Topduell. Mit viel Vorfreude blicken beide Trainer, die sich zuletzt während des Spiels in Bröckel ausgetauscht haben, auf dieses Duell. „Beide Mannschaften haben ihre Qualitäten in der Offensive, da wird es wichtig sein, in der Defensive gut zu stehen“, weiß MTV-Coach Nico Strehl. Seine Mannschaft hat allerdings erst einmal zu null gespielt.

SSV Südwinsen – TuS Celle FC (Sonntag, 14 Uhr)

Südwinsen wird am Sonntag ein Problem in der Defensive bekommen, denn neben Abwehrchef Mike Trautmann brechen zwei weitere Verteidiger weg. Da wird es auf die gut besetzte Offensive mit Hendrik Ziemke, Robin Ohlde und Erwin Oldenburger ankommen. „Für unsere Defensive muss ich mir noch was überlegen“, sagt Trainer Bastian Krämer, der viel Respekt vor den schnellen Angreifern der Celler hat. „TuS ist viel stabiler als letzte Saison und kann jeden schlagen“, so Krämer.

TuS Eschede – VfL Westercelle II (Sonntag, 14 Uhr)

Eschede hat sich zuletzt gefestigter gezeigt und mit dem Remis gegen Altencelle durchaus überrascht. „Wir haben uns ganz gut gefunden und spielen besser nach vorne“, so Eschedes Trainer Sören Soltendieck. Mit Westercelle kommt der Tabellendritte an den Brunshagen, was der Trainer aber positiv bewertet. „Gegen die Mannschaften von oben tun wird uns leichter, die wollen mitspielen“, meint Soltendieck.