Jugendfußball

Nach Aufstieg: Fortuna-Talente mit hohen Zielen

Die U14 des ESV Fortuna Celle war die Torfabrik der Bezirksliga, folgerichtig kam der Aufstieg. Auch die Landesliga-Spielzeit will das Team selbstbewusst angehen.
  • Von Philip Wolf
  • 16. Jan. 2023 | 14:26 Uhr
  • 16. Jan. 2023
Die U14 des ESV Fortuna Celle, hier mit Tyler Gollasch (links) zeigte sich äußerst torhungrig.
  • Von Philip Wolf
  • 16. Jan. 2023 | 14:26 Uhr
  • 16. Jan. 2023
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Fortunas Ibrahim Wiss (rechts) stach mit 13 Toren heraus.
Celle.

Ohne offizielles Ziel waren die U14-Kicker des ESV Fortuna Celle in die Saison gestartet. Umso eindrucksvoller war die Leistung, die folgte. Nur eines von zehn Spielen ging verloren und mit 54 Treffern stellte man eine wahre Torfabrik. Das bedeutete folgerichtig den Staffelsieg und damit Aufstieg in die Landesliga. „Wir haben schnell gezeigt, dass wir zu den Stärksten gehören“, meint Trainer Jens Gebler.

Trainer von Offensivdenken begeistert

Schon im ersten Spiel setzte die Auswahl ein dickes Ausrufezeichen. Der ESV feierte damals ein 13:0-Schützenfest gegen die FSG Heidmark. In mehreren Spielen brannten die Celler ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Später folgten noch zwei 11:0-Siege gegen den SV Soltau sowie im Rückspiel gegen das chancenlose Heidmark. „Die Jungs denken offensiv und wollen viel. Alle beteiligen sich an Angriffen“, erzählt Gebler, dem reichlich Talent zur Verfügung steht.

Wirft man einen Blick auf die Torschützenliste, stechen Leon Frerichs und Ibrahim Wiss heraus. Mit 16 beziehungsweise 13 Toren weisen die beiden Flügelstürmer eine überragende Quote auf. Das spricht zum Einen für ihre große individuelle Klasse, aber: „Es gehört noch mehr dazu. Es wird viel Arbeit auf dem Feld verrichtet. Das ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft“, gibt Gebler zu bedenken.

Fortuna-Keeper "bester Torwart"

Auch andere Akteure konnten sich auszeichnen. Der Coach hält große Stücke auf seinen Keeper Emilian Leier: „Für mich der beste Torwart der Hinrunde.“ Geblers Sohn Jonah ist Kapitän und Führungsspieler im zentralen Mittelfeld, der auch mal dazwischen haut, wenn es nötig ist. Einen großen Anteil am Erfolg haben auch die Außenverteidiger Bilal Lableg und Oskar Masche, die viele Läufe in hohem Tempo absolvierten. Einen großen Entwicklungssprung attestiert Gebler dem Zehner Henry Przybyla: „Er ist technisch ganz stark, mit viel Auge, der das Spiel in die Tiefe verlagern kann.“

Seit dieser Saison steht beim ESV einmal wöchentlich eine gezielte Fitnesseinheit auf dem Programm. Die konditionellen Zugewinne machten sich schnell bezahlt. Und bei allem Offensivdrang war vor allem eines wichtig. „Die Balance stimmte. Wir haben nicht vergessen zu verteidigen“, erklärt der Übungsleiter.

Hohe Ziele auch in Landesliga

Mit reichlich Rückenwind geht es im neuen Jahr in die Landesliga. Gebler strahlt Selbstbewusstsein aus und steckt diesmal auch ein klares Ziel: „Wir wollen unter die ersten drei. Lüneburg und Westercelle werden schwere Spiele, aber mit allen Möglichkeiten für uns. Achim haben wir auch schon geschlagen. Heeslingen ist bärenstark, da müssen wir uns was einfallen lassen.“