Gegen Regionalliga-Absteiger

MTV Eintracht Celle will in Lüneburg Chancen nutzen

Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle reist zum Regionalliga-Absteiger Lüneburger SK

  • Von Jürgen Poestges
  • 09. Sept. 2022 | 14:57 Uhr
  • 09. Sept. 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 09. Sept. 2022 | 14:57 Uhr
  • 09. Sept. 2022
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Celle.

Cleverness und Erfahrung, sagt Hilger Wirtz, die kann man halt nicht trainieren. Und das wiegt umso schwerer, wenn man, wie die Oberliga-Kicker von MTV Eintracht Celle, am Sonntag um 15 Uhr beim Regionalliga-Absteiger Lüneburger SK antreten muss. „Die sind zwar auch alles andere als gut gestartet“, sagt der MTVE-Coach. „Aber bei denen wird der Knoten sicherlich irgendwann mal platze. Das muss aber nicht unbedingt gegen uns sein“, ergänzt er lachend.

Schier unlösbare Aufgabe?

Nimmt man die Erfahrung der einzelnen Spieler als Grundlage, dann stehen die Celler vor einer schier unlösbaren Aufgabe. „Da sind rund 800 Regionalliga-Spiele versammelt. Die wissen genau, was sie machen und wie sie sich bewegen müssen.“ Wobei Wirtz aber auch anerkennt, dass seine Jungs in den bisherigen Partien gar nicht so schlecht ausgesehen haben. „Wir hatten immer die Chance, in Führung zu gehen oder zum Ausgleich. Wir haben die Dinger aber eben nicht gemacht.“

"Zu viele Fehler gemacht"

Dagegen profitierten die bisherigen Gegner immer von den Fehlern der Celler. „Aber was willst Du da trainieren, wenn der Ball vom eigenen Torwart kommt und dem Innenverteidiger ans Bein springt und von da vor die Füße eines Gegenspielers? Das sind halt Fehleinschätzungen, die passieren. Das ist schon immer so gewesen und mir ist so was auch schon passiert.“

Letztlich könne sich seine Mannschaft lediglich durch die Spiele verbessern, auch und gerade gegen bessere Mannschaften. „Ich sehe die Jungs bei jedem Training, die Mentalität und der Einsatz stimmen, wir werden taktisch und technisch immer besser. Und die Physis ist ohnehin sehr gut, wir können bis zu 90. Minute Vollgas geben.“

Sarnowski wieder fit

Derzeit kann Wirtz zu jedem Training mindestens 20 Spieler begrüßen. „Es sind eigentlich alle Mann an Bord.“ Auch Collin Sarnowski hat seine Leistenverletzung überstanden und wieder voll mittrainiert. Michael Trautmann ist ebenfalls wieder fit, soll sich aber erst noch einmal in der zweiten Mannschaft Spielpraxis holen.

Ausfallen wird aber wohl Torhüter Christof Rienass. „Er hat sich im Training verletzt“, berichtet Wirtz. „Ich befürchte mal, auf dieser Position werden wir wechseln müssen.“

Ball halten und für Entlastung sorgen

Ansonsten ist seine Devise für die Partie in Lüneburg: nicht nur hinten drin stehen. „Wir haben das bisher auch immer ganz gut gemacht. Wichtig ist es, nach einer Balleroberung auch den Ball zu halten und für Entlastung zu sorgen.“ Und dann heißt es auch, die Chancen, die sich bieten, zu nutzen. „Wir wollen auf den Fall unseren Chancen suchen.“

Es sei auch nicht das erste Mal, dass man ein Team geschlagen habe, das eigentlich die besseren Einzelspieler in seinen Reihen hat. „Es gibt Riegen, die liegen uns halt. Warum nicht auch Lüneburg“, sagt der Trainer. Und zur Panik gebe es ohnehin noch keinen Grund. „Natürlich hätten wir gerne den ein oder anderen Punkt mehr, aber wir sind ja erst am Anfang der Saison.“