Fußball-Bezirksliga

SG Eldingen halbherzig in Niederlage

Ein Spieltag zum Vergessen. Die SG Eldingen kassierte mit dem 1:5 gegen den SV Bendestorf eine Pleite. TuS Hermannsburg verlor 0:2 beim FC Este.

  • Von Jochen Strehlau
  • 18. Sept. 2022 | 21:04 Uhr
  • 18. Sept. 2022
  • Von Jochen Strehlau
  • 18. Sept. 2022 | 21:04 Uhr
  • 18. Sept. 2022
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Celle.

CELLE. Für die beiden Celler Bezirksligisten war es ein Spieltag zum Vergessen. Die SG Eldingen kassierte beim 1:5 im Heimspiel gegen den SV Bendestorf die nächste böse Pleite und scheint in eine handfeste Krise zu schlittern. Auch TuS Hermannsburg musste sich geschlagen geben. Beim FC Este 2012 unterlag der Aufsteiger mit 0:2.

SG Eldingen – SV Bendestorf 1:5 (0:3).

Sie hatten sich viel vorgenommen und wollten vor eigenem Publikum unbedingt zurück in die Erfolgsspur. Mit der Umsetzung der guten Vorsätze haperte es jedoch ganz gewaltig. Die halbherzig auftretende SG Eldingen war bestenfalls bemüht und so gegen den entschlossenen, kompromisslosen Gegner aus Bendestorf völlig chancenlos.

Trainer Darkow ist ratlos

Das machte den sonst nicht auf den Mund gefallenen SGE-Trainer Volker Darkow, der sich das Leistungstief seines Teams nicht wirklich erklären kann, schon ein wenig sprachlos. „Wir sind im Moment nicht auf der Höhe. Die Niederlage ist auch in dieser Deutlichkeit verdient“, musste der Eldinger Coach zähneknirschend einräumen.

Viel zu passiv

Viel zu passiv und uninspiriert waren die Eldinger in die Partie gestartet. Und als die Gastgeber noch mit der eigenen Unentschlossenheit vor dem Bendestorfer Kasten haderten, zeigten die Gäste, wie Toreschießen geht. Nach einem Konter und Pass in die Schnittstelle erzielte Anton von der Lieth das 0:1 (15.). Szymon Maluski erhöhte nach ähnlichem Muster auf 0:2 (20.). Zweimal war die wenig überzeugende SGE-Deckung nicht in der Lage, die entscheidenden Pässe zu verhindern. Als Bendestorfs Paul Doering nach einem langen Ball und schlechtem Eldinger Stellungsspiel das Ergebnis auf 0:3 (31.) stellte, war das Spiel schon vor der Pause entschieden.

Abschlusspech gepachtet

Nach dem Wechsel präsentierte sich die SGE zwar etwas besser und druckvoller, schaffte es jedoch nicht, den Ball im Gästetor unterzubringen. Eine Eckenserie verpuffte wirkungslos und Torjäger Christopher Lemp schien das Abschlusspech gepachtet zu haben.

Doch seine Mitspieler machten es nicht besser. Sascha Köller (54.) und Steffen Dickmann (63.) hätten eigentlich den Anschlusstreffer erzielen müssen. So blieb das Eldinger Spiel unbefriedigend und unpräzise, was die Gäste mit einem Doppelschlag (65./69.) zum 0:5 zu nutzen wussten. SGE-Torwart Malcolm Lemp war auch hier machtlos.

Anschlusstreffer durch Eigentor

Bezeichnend für den enttäuschenden Eldinger Auftritt war, dass der Ehrentreffer zum 1:5 (70.) durch ein Eigentor zustande kam. „Die spielerische Komponente haben wir heute total vermissen lassen. Wir müssen jetzt sehen, wie wir aus dieser Nummer wieder rauskommen“, so der gefrustete Darkow.

FC Este 2012 – TuS Hermannsburg 2:0 (0:0).

Die zweite Saisonniederlage kassierten die Hermannsburger im Duell der Aufsteiger. Diese war unter dem Strich etwas unglücklich, denn die Gäste hatten insbesondere in der ersten Halbzeit Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Doch Henry Struwes Flanken fanden keinen Abnehmer oder der Ball strich nur knapp am Gehäuse der Gastgeber vorbei.

Zu viele Fehlpässe im Aufbau

„Wir hätten das Spiel schon früh für uns entscheiden können, danach war es lange ein typisches 0:0-Spiel“, berichtete Trainer Veysi Yavsan. Sein Team legte viel Wert auf Absicherung des eigenen Tores, erlaubte sich aber im Spielaufbau zu viele Fehlpässe. „Die Abstände zwischen Defensiv- und Offensivreihen haben nicht gestimmt. Insgesamt hatten wir zu wenig Abschlüsse und waren nach vorne zu ungefährlich“, ergänzte Yavsan, der mit dem kämpferischen Einsatz seines Teams aber zufrieden war.

Estes Niklas Heins leitete dann die TuS-Niederlage ein. Sein 1:0 (74.) war schön herausgespielt. Das 2:0, wieder durch Heins, entstand nach einem Pass in die Tiefe. „Die Niederlage ist etwas ärgerlich, leider hat uns heute das letzte Quäntchen Glück gefehlt“, resümierte Yavsan.