Landesliga Lüneburg

VfL Westercelle erkämpft sich 3:3-Unentschieden

In einem ereignisreichen Spiel holt Landesligist VfL Westercelle einen Punkt gegen VSV Hedendorf-Neukloster, sieht aber in der Schlussphase noch zweimal Rot.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 21. Aug. 2022 | 19:50 Uhr
  • 21. Aug. 2022
Kevin Gerecke (links), hier im Spiel gegen ASC Cranz-Estebrügge, hatte mit einem Tor und dem herausgeholten Elfer großen Einfluss am 3:3.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 21. Aug. 2022 | 19:50 Uhr
  • 21. Aug. 2022
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Buxtehude.

Das Spiel hätte zum Ende hin in jede Richtung kippen können. Daher war das Unentschieden gerechtfertigt, das sich der VfL Westercelle gestern bei den Vereinigten Sportvereinen (VSV) Hedendorf-Neukloster erkämpfte. Die ereignisreiche Partie endete mit 3:3 (2:1).

Früher verletzungsbedingter Wechsel

Zunächst tat sich der VfL extrem schwer, ins Spiel zu finden. Zudem musste früh gewechselt werden. Oumar Sangare verletzte sich am Knie und wurde schon in der 26. Minute durch Jannis Ebel ersetzt. Kurz darauf geriet Westercelle durch einen Doppelschlag binnen einer Minute ins Hintertreffen. Ein flacher Ball durch die Abwehr auf Jan-Hendrik Scheppeit nutzte Hedendorfs Topstürmer eiskalt aus und schob ihn aus halbrechter Position ins kurze Eck (31. Minute). Den anschließenden Abstoß spielte der VfL etwas zu lässig zurück zu Torhüter Frederic Baars, der den Ball lang schlug. Der Gastgeber kam sofort wieder in Ballbesitz und Can-Luca Aygör schloss aus etwa 20 Metern ab und traf (32.). „Da haben wir uns nicht gut angestellt“, monierte VfL-Trainer Sebastian Zich.

Boie sorgt für Anschlusstreffer

Sein Team schaffte aber noch vor der Pause den Anschlusstreffer. Tim Runge spielte aus dem Zentrum einen Außenristpass an die linke Strafraumecke zu Philip Boie, der den Ball über den herauseilenden Torhüter Özgür Kiziltas ins Netz lupfte (45.).

In der zweiten Halbzeit war der VfL dann etwas besser in der Partie und belohnte sich mit dem Ausgleich. Ein Freistoß aus dem Mittelfeld wurde über die Verteidiger hinweggeschippt, ein Gegner lenkte den Ball noch gefährlich ab und zwang Kiziltas so zu einer Parade. Der Torhüter legte dabei Kevin Gerecke unfreiwillig den Ball auf, der nur noch einschieben musste (54.).

Elfmeter zum Ausgleich

„Danach waren wir zu weit weg von den Gegnern und haben ihnen so mehr Zeit bei den Ballannahmen gegeben“, sagte Zich. Das rächte sich. Die VSV kamen durch Mazlum Mücahit Tarkocin zur erneuten Führung (63.). Aber nachdem Gerecke im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen war, übernahm Runge die Verantwortung und versenkte den Elfmeter lässig zum 3:3 (70.). Anschließende Chancen auf beiden Seiten blieben ungenutzt.

Westercelles Tim Runge (rechts) war im Spiel gegen VSV Hedendorf-Neukloster einer der besten Akteure. Er bereitete das 1:2 vor und verwandelte den Elfer zum 3:3-Endstand.

Zwei Rote Karten in der Schlussphase

Hitzig wurde es in der Schlussphase: Zunächst sah VfL-Spieler Silvan Udun in der 82. Minute die Rote Karte. Nach einer Grätsche seinerseits, kam ein Gegner wütend auf ihn zugeeilt. Udun ließ sich aus Sicht des Schiedsrichters zu einem Kopfstoß hinreißen und wurde vom Platz geschickt.

Und auch Zich bekam noch die Rote Karte. Nachdem ein Ball ins Aus ging, wollte Hedendorf das Spiel schnell machen. Um das zu verhindern, schoss Zich den Ball zurück aufs Feld. „Nach der Regel ist das völlig zurecht Rot. Leider kannte ich die nicht“, so der Trainer.