Bezirkspokal

Westercelle siegt unter „funzeligem“ Flutlicht

Der VfL Westercelle steht im Viertelfinale des Bezirkspokal. Aber es war ein hartes Stück Arbeit - mit einem glücklichen Ende.
  • Von Jochen Strehlau
  • 31. Juli 2022 | 12:00 Uhr
  • 31. Juli 2022
  • Von Jochen Strehlau
  • 31. Juli 2022 | 12:00 Uhr
  • 31. Juli 2022
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Borstel.

Es war ein langer Pokalabend für den VfL Westercelle. Erst gegen 22.45 Uhr stand fest: Der Celler Fußball-Landesligist zieht ins Viertelfinale des Bezirkspokals ein. Um den wehrhaften Bezirksligisten MTV Borstel-Sangenstedt letztlich mit 7:5 zu bezwingen, war jedoch ein Elfmeterschießen nötig. Nach regulärer Spielzeit hatte es 3:3 gestanden. Obwohl froh über den Sieg, beschwerte sich VfL-Trainer Zich nach dem Spiel über die katastrophalen Platzverhältnisse und das „funzelige“ schwache Flutlicht. „Auf dem brettharten Boden sind uns die Bälle reihenweise versprungen. Vernünftiger Fußball war auf diesem Untergrund nicht möglich“, schimpfte der VfL-Coach.

Sein Team kam schwer ins Spiel und kassierte durch Marvin Missfeld, der die VfL-Abwehr mit einem Schuss ins kurze Eck schlecht aussehen ließ, das frühe 0:1 (8.). Doch langsam fanden die Gäste besser ins Spiel und hatten erste gute Szenen. Als Eric Schlumbohm den schnellen Lennart Röhrs mit einem schlauen Pass hinter die Abwehrkette mustergültig bediente, vollstreckte dieser zum 1:1 (41.).

Schlumbohm selbst sorgte nach Vorlage von Johannes Wunsch kurz darauf (43.) für den 2:1-Pausenstand. Doch die Gäste drehten den Spieß wieder um. Beim 2:2 (52.) durch Missfeld und beim 2:3 (60.) durch Justin Oldenburg machte die VfL-Abwehr erneut nicht den besten Eindruck.

Die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen. Zwei Hochkaräter fanden nicht den Weg ins Tor, doch im dritten Anlauf klappte es. Fabian Woitschek lupfte den Ball aus 20 Metern über den zu weit vor seinem Kasten stehenden MTV-Keeper zum 3:3 (63.) in die Maschen.

Danach wurde das Spiel immer wilder, ohne dass sich eines der beiden Teams nennenswert durchsetzen konnte. Im Elfmeterschießen wehrte Torwart Frederic Baars dann zwei Strafstöße ab. Kapitän Philip Boie erlöste den VfL mit seinem „Sieges-Elfer“ mittig unter die Latte. „Wir genießen jetzt die Pflichtspielpause bis zum Punktspielauftakt in Drochtersen. Die haben wir auch bitter nötig“, meinte Zich.

VfL Westercelle: Baars – Boie, Sangare (82. Haase), Cewe, Schlumbohm (65. Ottenbreit), Wunsch, Woitschek (76. Ebel), Gerecke (65. Überheim), Kibellus, Röhrs, Runge.

Tore: 1:0 Missfeld (8.), 1:1 Röhrs (41.), 1:2 Schlumbohm (43.), 2:2 Missfeld (52.), 3:2 Oldenburg (60.), 3:3 Woitschek (63.).