"Naja“, sagt Oliver Dittmar, „einfach ist das nicht.“ Der Job eines selbstständigen Rangers sei wichtig und toll, aber einfach sei es nicht, damit finanziell über die Runden zu kommen. Leider werde die Bedeutung eines Rangers im Landschafts- und Naturschutz von möglichen Auftraggebern viel zu wenig gesehen, dabei wären seiner Meinung nach die öffentliche Hand, Naturschutzbehörden, Verbände und Vereine und auch Landwirte potenzielle Auftraggeber.
Neigung zur Natur früh erkannt
Oliver Dittmar hat seine Neigung zur Natur schon früh erkannt und die Chance genutzt, als er sich daran erinnerte, dass der ehemalige Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Klaus Töpfer, den Schwerpunkt seiner Politik auf Natur- und Umweltschutz legte und die Ausbildung zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger initiierte. „Bei der Naturschutzbehörde Schleswig-Holstein habe ich in Neumünster meine Weiterbildung gemacht.“ – Das war 2003. Bis dahin hatte er bereits als selbstständiger Landschaftsgärtner gearbeitet.
Oliver Dittmar ist Unterfranke
„Eigentlich bin ich ein Unterfranke“, sagt Dittmar, den heute fast alle „Ranger“ nennen. Er ist in Bad Neustadt bei Bad Kissingen, dem nördlichsten Zipfel Bayerns am Naturpark Bayerische Rhön, geboren und verbrachte dort einen Teil der Kindheit. Später war er in Schweinfurt.
Interesse für Natur und Landwirtschaft
Seine Mutter heiratete in zweiter Ehe einen Berufssoldaten, einen Hauptbootsmann der Marine. Darum zog sie zusammen mit ihren Kindern, Oliver und seinen drei Brüdern, nach Wilhelmshaven. Da war Oliver elf Jahre alt. „Da bin ich zur Schule gegangen und habe mich anschließend für ein Berufsgrundbildungsjahr Agrar entschieden, weil ich Natur und Landwirtschaft schon immer gut fand“, sagt der 58-Jährige heute.