Euro erreicht erstmals Millionenmarke

Währung erreicht Rekordtief: Krise im Iran verschärft sich

Ein Mann bezahlt in Teheran mit der iranischen Währung Rial. (Archivbild)

Teheran. Irans Währung ist inmitten der schweren Wirtschaftskrise auf ein Rekordtief gefallen. Ein Euro kostete auf dem freien Devisenmarkt erstmals mehr als eine Million Rial, wie iranische Finanzportale berichteten. Die Währung hat damit allein in den vergangenen zwei Monaten rund 25 Prozent ihres Wertes gegenüber dem Euro verloren. Auch die hohe Inflation, die zeitweise offiziell mehr als 30 Prozent betrug, setzt viele iranische Familien unter Druck.

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Der Wertverlust des Rials sorgt nicht nur bei Iranern für Sorgen, die ins Ausland reisen oder dort Geschäfte machen. In der Regel steigen auch im Inland die Preise stark an. Unternehmen, die auf Importe angewiesen sind, müssen höhere Kosten weitergeben, was die Inflation zusätzlich antreibt. Viele Menschen klagen über ständig steigende Lebensmittelpreise und verzichten auf Fleisch oder Fisch, die für viele unerschwinglich geworden sind.

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Unter anderem wegen des umstrittenen Atomprogramms hatte der Westen harte Sanktionen gegen Teheran verhängt. In der EU ist Deutschland weiterhin der größte Handelspartner des Irans – mit einem Außenhandelsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2024, deutlich weniger als die 2,38 Milliarden Euro im Jahr 2015.

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Strategische Partnerschaften

Irans Regierung hat angesichts der politischen und wirtschaftlichen Isolation ihre Beziehungen zu China und Russland durch strategische Partnerschaften vertieft. Dennoch bleibt das Land weitgehend vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten. Der Energiesektor des öl- und gasreichen Staates bräuchte Milliardeninvestitionen für eine Modernisierung.

Auch die Ungewissheit im Atomstreit sorgt an den Devisenmärkten für Unruhe. US-Präsident Donald Trump hatte Teheran jüngst Gesprächsbereitschaft signalisiert und zugleich gedroht. Er war 2018 einseitig aus dem Wiener Atomabkommen ausgestiegen, das Irans Nuklearprogramm einschränken und Sanktionen aufheben sollte. Staatsoberhaupt Ali Chamenei, der in strategischen Fragen das letzte Wort hat, erteilte Verhandlungen mehrfach eine Absage.

RND/dpa

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