International geächtet

US-Regierung erlaubt der Ukraine jetzt auch Einsatz von Landminen gegen russische Truppen

Ein Warnschild „Stop! Minen" ist in der Region Charkiw zu sehen.

Washington/Kiew. Nach reichweitenstärkeren Raketen aus amerikanischer Herstellung darf die Ukraine künftig auch von den USA gelieferte Landminen im Krieg gegen die russischen Angriffstruppen einsetzen. Damit wolle man Kiew helfen, den Vormarsch der russischen Bodentruppen aufzuhalten, sagte Pentagonchef Lloyd Austin am Mittwoch während eines Besuchs in Laos.

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Die Antipersonenminen aus den USA seien viel sicherer als jene, die die Ukraine selbst herstelle und bereits einsetze, sagte Austin weiter. Denn es handle sich um eine Art von Minen, die in der Regel batteriebetrieben sind und deshalb nach einer gewissen Zeit auch nicht mehr detonieren können. Herkömmliche Minen können hingegen noch Jahre oder Jahrzehnte nach dem Ende von Konflikten eine tödliche Gefahr für Zivilisten darstellen.

Die USA liefern der Ukraine bereits Minen zur Panzerabwehr. Dass jetzt auch noch Antipersonenminen dazukämen, sei auf eine sich verändernde Taktik des russischen Militärs zurückzuführen, sagte Austin. Denn es seien die Bodentruppen und nicht die Panzereinheiten, die den russischen Vormarsch vorantreiben würden.

Einsatz von Minen ist international geächtet

Das russische Militär hat am Rande der besetzten Gebiete in der Ukraine dichte Minenfelder ausgelegt und damit eine ukrainische Offensive zum Scheitern gebracht.

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Der Einsatz von Minen ist international geächtet. Die 1999 in Kraft getretene sogenannte Ottawa-Konvention von 1999 verbietet Einsatz, Produktion und Weitergabe dieser heimtückischen Waffen, die auch lange Zeit nach Kampfhandlungen ihre Opfer vor allem unter der Zivilbevölkerung in den jeweiligen Regionen finden. Die Konvention wurde von 164 Staaten unterzeichnet und ratifiziert, nicht jedoch von Russland und den USA. Die Ukraine hat das Papier 2005 ratifiziert.

Die scheidende US-Regierung von Präsident Joe Biden hatte Kiew kürzlich auch den Einsatz reichweitenstärkerer Raketen aus amerikanischer Herstellung für Angriffe auf Ziele in Russland erlaubt. Zu dem Kurswechsel sah sich Biden US-Kreisen zufolge wegen der Verlegung nordkoreanischer Truppen nach Russland für Kampfeinsätze gegen die ukrainische Armee veranlasst. Am Dienstag meldete Russland, dass die Ukraine die russische Grenzregion Brjansk mit mehreren ATACMS-Raketen aus US-Produktion beschossen habe.

RND/dpa/AP/nis

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