Nach Cyberangriff auf SPD

Bundesregierung ruft Botschafter Lambsdorff aus Moskau zurück

Der Außenpolitiker und stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff.

Berlin. Die Bundesregierung macht Russland für einen Cyberangriff auf die SPD und deutsche Unternehmen im Januar vergangenen Jahres verantwortlich. Hacker hatten E-Mail-Konten der Partei angegriffen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung den deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, für eine Woche zu Konsultationen nach Berlin zurückgerufen. Das teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin mit und sprach von einem „üblichen Verfahren“. Sie sagte: „Dieses Ereignis nimmt die Bundesregierung sehr ernst als Verhalten gegen unsere freiheitliche Demokratie und auch Institutionen, die sie tragen.“

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Zuvor waren schon länger zurückliegende Cyber-Angriffe auf die SPD und deutsche Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Rüstung, Luft- und Raumfahrt und IT-Dienstleistungen öffentlich gemacht worden. Die Bundesregierung machte dafür eine Einheit des russischen Militärgeheimdienstes verantwortlich. „Staatliche russische Hacker haben Deutschland im Cyberraum angegriffen“, hatte Außenministerin Annalena Baerbock während in der vergangenen Woche ihres Australien-Besuchs in Adelaide erklärt.

RND/dpa

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