Gefährliche Migrationsroute über Atlantik

Leichen nördlich der Kapverdischen Inseln entdeckt – Dutzende vermisste Migranten wohl tot

Wie die Internationale Organisation für Migration am Donnerstag mitteilt, habe ein spanisches Fischerboot nördlich der Kapverdischen Inseln sieben Leichen entdeckt (Archivbild).

Dakar. Mehr als fünf Wochen nach dem Aufbruch eines Fischerboots mit mehr als 100 Menschen an Bord könnten vor der Küste Westafrikas mehr als 60 Insassen ums Leben gekommen sein. Ein spanisches Fischerboot habe am Montag nördlich der Kapverdischen Inseln sieben Leichen entdeckt, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Donnerstag mit. Das senegalesische Außenministerium erklärte, 38 Menschen seien etwa 620 Kilometer vor der westafrikanischen Küste gerettet worden. Schätzungsweise 56 Menschen sind der IOM zufolge vermutlich tot.

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Überlebende konnten mit an Bord genommen werden

Die spanische Hilfsorganisation Walking Borders erklärte, das Boot mit den Migranten sei am 10. Juli in Fass Boye im Senegal in See gestochen. Zehn Tage später hätten Familien dort die Organisation informiert, weil sie nichts mehr von ihren Angehörigen an Bord gehört hätten, sagte Walking-Borders-Gründerin Helena Maleno Garzón.

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Die Polizei auf den Kapverden erklärte, das spanische Fischerboot habe die Migranten nördlich der Insel Sal entdeckt, ihr Boot aber nicht abschleppen können. Daher habe es die Überlebenden an Bord genommen.

Die Migrationsroute über den Atlantik gilt eine der gefährlisten der Welt: In der ersten Hälfte des Jahres 2023 kamen nach Angaben von Walking Borders fast 800 Menschen ums Leben oder wurden vermisst.

RND/AP

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