Kindheitserinnerungen

Tipp für den Kick

Auf dem elterlichen Dachboden findet CZ-Redakteur Benjamin Behrens ein Weihnachtsgeschenk, dass Kindheitserinnerungen weckt: ein Tipp-Kick-Spiel.

  • Von Benjamin Behrens
  • 22. Juli 2022 | 08:00 Uhr
  • 22. Juli 2022
  • Von Benjamin Behrens
  • 22. Juli 2022 | 08:00 Uhr
  • 22. Juli 2022
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Celle.

Als ich neulich bei meinen Eltern zu Besuch war, verspürte ich aus irgendeinem Grund den Drang, auf dem Dachboden vorbeizuschauen, und hatte dort gleich eine Begegnung mit meiner Kindheit. Dachböden sind Zeitkapseln voll Erinnerungen, Christbaumschmuck und Kisten voll "Sortiere-ich-später" und "Gedöns". In der Ecke mit Spielzeug, Lego und Kuscheltieren fiel mir eine längliche grüne Schachtel ins Auge: das Tipp-Kick-Spiel, das es irgendwann in den Grundschuljahren zu Weihnachten gab.

 

Kopf im Einsatz für Tore

Kennen Sie noch diese kleinen Metall-Fußballer, denen man mit einem kräftigen Tippen auf den Stift im Kopf einen Schuss entlocken konnte, vor dem selbst die großen Spieler aus Fleisch und Blut Respekt hätten? Ich erinnere mich an große Emotionen wie im Stadion, als der Wohnzimmertisch zum Hexenkessel wurde, wenn die Spitzenmannschaften "Die roten Männlein" mit ihrem Coach Benni auf die von Papa trainierten "gelben Männlein" trafen. Der zwölfseitige Ball kullerte zwar manchmal ins Aus unter die Kommode, aber landete auch oft im Tor. Zweimal fünf Minuten je Halbzeit – die oben liegende Seite des zweifarbigen Balls zeigte an, wer am Zug ist.

 

Präzisions-Beine aus Edelstahl

Ein Tipp: Tipp-Kick gibt es auch heute noch zu kaufen. Echte Profis tauschen sogar die Schussbeine gegen Präzisionsversionen. Ich werde aber meinen original Roten treu bleiben!

Von Von Benjamin Behrens