Hungerstreik in Japan

Hilfe, die Tiere streiken!

Nach Sparmaßnahmen: In Japan treten Pinguine in den Hungerstreik. Auf welche Tier-Proteste müssen wir uns noch gefasst machen? Eine Glosse von Lisa Brautmeier.
  • Von Lisa Brautmeier
  • 13. Juli 2022 | 08:00 Uhr
  • 13. Juli 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 13. Juli 2022 | 08:00 Uhr
  • 13. Juli 2022
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Celle.

Die Preise steigen. Und das bekommen Verbraucher immer mehr zu spüren. Allerdings betrifft das nicht nur Menschen. Auch Tiere bekommen mit, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Und die haben genug. Genug von dieser Situation und vor allem genug vom Billigfressen, das ihnen jetzt zwangsläufig vorgesetzt wird. Das lassen sie sich nicht gefallen. Und was tut man – oder Tier – wenn einem etwas nicht passt? Richtig. Es wird gestreikt.

Hungerstreik in Japan

In Japan sind Pinguine und Otter in einem Zoo in den Hungerstreik getreten. Laut des Aquarium-Leiters spucken die Tiere die normalen Makrelen, die es jetzt anstatt der japanischen Stöcker gibt, wieder aus. Der Speiseplan war aufgrund gestiegener Preise angepasst worden. Und das schmeckt den Tieren mal gar nicht. „Was wird uns denn da serviert?“, haben sich die Otter und Pinguine wohl gefragt und tun nun ihre Abneigung kund.

So könnte ein Tierstreik aussehen

Wenn die Tiere jetzt also schon den Hungerstreik für sich entdeckt haben, frage ich mich, was es noch alles geben könnte. Ich sehe schon Hunde ihre Leine im Maul herumtragen und gemeinsam auf eine Demo gegen Leinenpflicht gehen. Und Hausvögel werden mit ihren Schnäbeln gegen Gitterstäbe trommeln, um per Krachdemo ihre Freiheit zu fordern. Und männliche Kälber werden lautmuhend ihre Transsexualität bekunden, damit sie nicht aufgrund ihres Geschlechts frühzeitig aus dem Leben gerissen werden. Und Seemöwen verkleben sich zukünftig mit Absicht die Flügel mit Öl, um wie die Menschen mit ihren auf Straßen festgeklebten Händen auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Da könnten also noch wilde Zeiten auf uns zukommen.