Essbare Etiketten

Obst oder Schoki? Keine Ausreden mehr

Überall lockt die süße Versuchung. Einen Apfel schälen macht nur Arbeit. Und dann sind da noch die klebrigen Etiketten. Nein, die sind nun wirklich kein Grund, den Apfel liegen zu lassen. Nur: Wohin dann mit den Schokoresten? Eine Glosse von Carsten Richter.

  • Von Carsten Richter
  • 18. Jan. 2023 | 08:00 Uhr
  • 18. Jan. 2023
Etikettenaufkleber auf dem Obst - störend, aber ungefährlich.
  • Von Carsten Richter
  • 18. Jan. 2023 | 08:00 Uhr
  • 18. Jan. 2023
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Celle.

Ich sage es ganz offen: In unseren Redaktionsräumen lebt es sich gefährlich. Nirgendwo fühlt man sich mehr sicher. Auf den Tischen und in den Schubladen, auf dem Flur und in den Büros – die Gefahr lauert praktisch überall. Was soll man nur machen? Einfach nicht mehr kommen? Auch keine Lösung. Aber die Versuchung ist schon groß. Hier ein Schokoriegel, dort ein Keks. Die Zuckerfalle wartet nur darauf, zuzuschnappen.

Etikettenaufkleber stören beim Obstverzehr

Ein Kollege geht gegen den Trend konsequent an. Der obligatorische Apfel zur Mittagspause gehört auf dem Weg von der Bahnhofstraße in die Innenstadt schon zu seinem Erscheinungsbild. Zu meiner Ehrenrettung: Auch für mich gehört die tägliche Portion Vitamine dazu. Aber da gibt es einen Störfaktor: die Etikettenaufkleber. Abwaschen, Etikett abknibbeln, den Kleber entfernen – ach, so viel Arbeit.

Etikettenaufkleber auf dem Obst - störend, aber ungefährlich.

Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung: Alles unbedenklich

Dabei müsse das gar nicht sein, meinte eine Kollegin neulich. Das Klebelabel sei essbar. Da habe ich doch glatt mal in ein paar Online-Gesundheitsforen nachgeschaut. Tatsache: Die vermeintliche Chemikalienbombe entpuppt sich als völlig harmlos. Die so genannten lebensmittelechten Etiketten werden nach der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (herrliches Wort!) geprüft, müssen also gesundheitlich unbedenklich sein. Ein Aufkleberbaum wird also niemandem aus dem Hals wachsen – und gegen den täglichen Apfel gibt es nun wirklich keine Argumente mehr. Jetzt müssen nur noch irgendwie die Schoko-Verstecke in der Redaktion verschwinden.