Der Duft des Urlaubs

Nasenkino

Die Erholung aus dem Urlaub ein bisschen zu Hause konservieren? Das funktioniert mit dem Nasenkino. Eine Glosse von Maren Schulze.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Sept. 2022 | 08:00 Uhr
  • 15. Sept. 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Sept. 2022 | 08:00 Uhr
  • 15. Sept. 2022
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Celle.

Na? Ist Ihr Sommerurlaub auch zu Ende und durch den Alltag bereits wieder in weite Ferne gerückt? Obwohl Sie doch so schön entspannt waren? Ich teste derzeit eine neue Variante, um die schönen Urlaubsmomente vor meinem inneren Auge wieder lebendig werden zu lassen und dadurch immer wieder kleine Erholungsmomente in den Alltag einzubauen. Mikropausen quasi, von denen ich jüngst gelesen habe, dass sie mehr Ruhe versprechen als eine längere Pause. Und dazu nutze ich das „Nasenkino“. Denn fast nichts beschwört ja Erinnerungen so zuverlässig herauf wie Gerüche. Schöne natürlich vorzugsweise. Aus der Advents- und Weihnachtszeit kennen wir das alle. Mein Sommerurlaub an der Ostsee und in Dänemark hielt da viele Gerüche bereit, die ich im Gedächtnis abgespeichert habe. Auf der kleinen, niedlichen Insel roch es süß nach Heckenrosen und reifen Feigen, nach Heu und warmem Sand, gemischt mit einem leichten und darum nicht unangenehmen Duft nach dem Dung der Schafe, die dort weideten. Das Meer roch an windstillen Tagen ein wenig nach frisch aufgeschnittener Gurke. Und während ich das aufschreibe, da glaube ich fast all das wieder in der Nase zu haben und vor meinem inneren Auge erscheinen die blendend-blauen Ferientage. Herrlich. Und nun bin ich schon wieder ein ganz kleines bisschen erholt. Versuchen Sie es doch auch einmal. Gute Reise mit dem Nasenkino ...

Von Von Maren Schulze