Alte Schreibmaschine

Vom Dachboden gerettet

Schreibmaschinen haben in digitalisierten Zeiten keine Zukunft, weiß CZ-Redakteur Klaus Frieling. Trotzdem hängt er an den mechanischen Wunderwerken.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Aug. 2022 | 10:00 Uhr
  • 05. Aug. 2022
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  • 05. Aug. 2022 | 10:00 Uhr
  • 05. Aug. 2022
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Celle.

Viele, viele Jahre lang gehörte sie zu meinem Haushalt, stand einst im Wohn-, später dann im Arbeitszimmer. Großen Gebrauchswert hatte sie für mich nicht, diente rein dekorativen Zwecken, denn ihre eigentliche Funktion hatten längst schon Computer und Drucker übernommen. So war die wunderschöne „Olympia“-Büroschreibmaschine aus den 1920er Jahren aus Platznot irgendwann auf dem Dachboden gelandet.

Von diesem unwürdigen Dasein habe ich sie neulich befreit: Auf dem Flohmarkt im Französischen Garten wechselte sie für kleines Geld ihren Besitzer und wird künftig einem jungen Paar als Blickfang im Wohnzimmer dienen. Ich weiß, dass das supergut aussehen wird! Für keinen anderen Zweck hatte ich sie ja selbst vor Jahrzehnten gekauft – auch auf einem Flohmarkt, ich glaube es war in Hermannsburg.

Die Schreibmaschine, mit der ich noch selbst geschrieben habe (Texte für die Universität und später erste Artikel für Zeitungen), die fristet auch weiterhin ein eher zurückgezogenes Dasein auf meinem Dachboden. Sie sieht halt nicht so dekorativ aus wie das 100 Jahre alte Vor-vor-Vorgängermodell. Von ihr werde ich mich aber nicht trennen: Falls denn irgendwann der Strom ausfallen sollte, kann ich immerhin noch mit ihr schreiben. Im Gegensatz zum Computer. Aber auch nur, wenn das Farbband noch mitspielt ...