Schulen

730 weitere Stellen sollen Lehrermangel lindern

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen will mit einem Maßnahmenpaket Hunderte dringend benötigte neue Lehrerinnen und Lehrer anwerben.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 27. Juni 2022 | 12:50 Uhr
  • 27. Juni 2022
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  • 27. Juni 2022
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So wird die Zahl der zum neuen Schuljahr zu besetzenden Vollzeitstellen um weitere 730 auf rund 2300 angehoben. Damit sei das Land «erstmal vollumfänglich handlungsfähig», sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Montag in Hannover. Die Bewerber in der aktuellen Einstellungsrunde werden dabei mit einer Prämie von 150 bis 400 Euro monatlich angelockt, die zwei Jahre lang gezahlt werden soll. Die Höhe der Lehrerprämie ist abhängig von der Schulform und der Fächerkombination. Außerdem sollen deutlich mehr Quereinsteiger in den Unterricht eingebunden werden.

Hintergrund ist, dass die Unterrichtsversorgung an Niedersachsens Schulen in diesem Schuljahr so niedrig ist wie zuletzt vor 19 Jahren. Gleichzeitig werden im kommenden Schuljahr rund 32.000 Schülerinnen und Schüler zusätzlich erwartet. Grund dafür seien die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, nachgeholte Einschulungen sowie weiter steigende Geburtenzahlen, erklärte Kultusminister Tonne. Er räumte ein, dass die Zahl der Lehrkräfte im Land trotz eines Höchststands (83 000) langsamer gewachsen sei als die Bedarfe und Herausforderungen.

Das Land wies die Schulleitungen zudem auf weitere Möglichkeiten hin, um zusätzliches Personal zu gewinnen. Dazu zählen die Einstellung von Studierenden und Pensionären, die Unterrichtserteilung auf freiwilliger Basis und das Hinausschieben des Ruhestands gegen Zahlung eines Zuschlags.

© dpa-infocom, dpa:220627-99-816204/2