Ministerpräsident

Weil sieht Energiekrise in zwei Jahren überwunden

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist überzeugt, dass Deutschland die Probleme der Energiebeschaffung relativ zeitnah lösen wird.
  • Von Deutsche Presse Agentur
  • 05. Aug. 2022 | 23:26 Uhr
  • 05. Aug. 2022
  • Von Deutsche Presse Agentur
  • 05. Aug. 2022 | 23:26 Uhr
  • 05. Aug. 2022
Anzeige

«Ich glaube, dass wir diese Energiekrise nach zwei Jahren überwunden haben werden», sagte Weil im Sommerinterview des NDR Niedersachsen. Schon in einem Jahr werde man im Wesentlichen in der Lage sein, «über niedersächsische Häfen alles das an Flüssigkeit zu importieren, was Deutschland bis jetzt an Erdgas aus Russland bezogen hat», sagte Weil. Sein Bundesland spiele künftig eine hervorgehobene Rolle: «Wenn diese Klemme bei der Gasversorgung behoben werden soll, dann wird das nur über Niedersachsen funktionieren, wir sind da deutlich weiter als andere Länder.»

Um die erneuerbare Energien zügig auszubauen, regte Weil finanzielle Vorteile an für Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen wohnen. Eine große Rolle spielten aber vor allem Offshore-Windparks im Meer. «Das wird die eigentliche Grundlage für die erneuerbare Versorgung bei uns in Niedersachsen und in ganz Deutschland.» Zusätzlich sollten die geplanten LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Stade später für die Wasserstoff-Anlandung genutzt werden.

Die derzeitigen Krisen beeinflussen aus Weils Sicht auch den Wahlkampf vor der Landtagswahl im Oktober. Die Stimmung der Menschen sei davon geprägt. Er sei überzeugt, dass der Ausgang im Wesentlichen eine Vertrauensfrage sein werde, sagte er: «Dass ganz viele Menschen sich fragen werden, wem kann ich Macht anvertrauen, darum geht es ja, wem traue ich zu, Aufgaben zu lösen.» Weil zeigte sich zuversichtlich, dass die SPD stärkste Kraft im Land bleiben werde.