Gleichstellungsministerin

Behrens: Häusliche Gewalt muss geahndet werden

Niedersachsens Gleichstellungsministerin Daniela Behrens (SPD) appelliert, Fälle von häuslicher Gewalt zur Anzeige zu bringen.
  • Von Deutsche Presse Agentur
  • 25. Nov. 2022 | 22:28 Uhr
  • 25. Nov. 2022
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  • 25. Nov. 2022 | 22:28 Uhr
  • 25. Nov. 2022
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«Es muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass es sich bei häuslicher Gewalt nicht um eine private Angelegenheit handelt, sondern um eine Straftat, die geahndet werden muss. Nicht die Opfer müssen sich schämen, sondern die Täter», sagte Behrens in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung.

Es müsse untersucht werden, worauf das zum Teil zögerliche Anzeigeverhalten von weiblichen Gewaltopfern zurückzuführen sei. Informations- und Präventionskampagnen sollen ausgebaut werden, kündigte die Ministerin an.

«Es muss uns mit Besorgnis erfüllen, dass die Zahlen bei Häuslicher Gewalt steigend sind», mahnte Behrens, «gerade während der Pandemie, als soziale Kontakte eingeschränkt waren, waren viele Frauen ihren Peinigern ausgeliefert.» In Niedersachsen seien 2020 mehr als 21.000 Fälle von häuslicher Gewalt registriert worden - die Dunkelziffer sei deutlich höher.

Am Freitag ist internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Das Land will von Freitag bis zum 10. Dezember mit zahlreichen Aktionen auf die Formen von häuslicher Gewalt aufmerksamen machen.