Gewalttat

Familie erinnert an Getötete beim Prozess gegen Ehemann

Wegen heimtückischen Mordes an seiner Ehefrau muss sich seit Freitag ein Vater vor dem Landgericht Hildesheim verantworten.
  • Von Deutsche Presse Agentur
  • 14. Okt. 2022 | 11:20 Uhr
  • 16. Okt. 2022
Angehörige der Getöteten sitzen mit Porträtfotos der Frau bei Prozessauftakt in einem Saal vom Landgericht Hildesheim.
  • Von Deutsche Presse Agentur
  • 14. Okt. 2022 | 11:20 Uhr
  • 16. Okt. 2022
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Der Mann aus dem Landkreis Celle habe die 35-Jährige am 3. Mai 2022 in Burgdorf laut Anklage an ihrem Auto abgepasst. Er habe von einem Anwaltstermin seiner Frau in der Kleinstadt bei Hannover gewusst. Sie habe an diesem Tag die Ehescheidung einleiten wollen, sagte der Oberstaatsanwalt. Der 37-Jährige habe seine Frau mit einem Küchenmesser attackiert und ihr mindestens 13 Stiche zugefügt. Die Mutter von zwei jugendlichen Söhnen starb knapp eine Stunde später im Rettungswagen infolge massiver Organverletzungen.

Beim Prozessauftakt erinnerten Angehörige mit gerahmten Porträtbildern an die Getötete. Der Verteidiger des mutmaßlichen Mörders las eine kurze Erklärung vor. Der Angeklagte bedauere es «unendlich und zutiefst», am 3. Mai seine Ehefrau getötet zu haben, sagte der Rechtsanwalt. Ausführlich werde er sich am nächsten Prozesstag äußern. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wollte der in der Türkei geborene Deutsche seine Frau für ihre Trennung von ihm bestrafen.