Urnen-Bauwerk

Winser Kolumbarium soll 2023 gebaut werden

Wie wird das Winser Kolumbarium aussehen und wo genau wird es errichtet? Diese Fragen sollen demnächst beantwortet werden.
  • Von Simon Ziegler
  • 01. Juli 2022 | 08:49 Uhr
  • 01. Juli 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 01. Juli 2022 | 08:49 Uhr
  • 01. Juli 2022
Anzeige
Winsen.

Die Überlegungen zum Bau eines Kolumbariums auf dem Winser Hauptfriedhof an der Bannetzer Straße werden konkreter. In der vergangenen Woche hat sich der Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Landwirtschaft mit dem Thema befasst und zugleich den Arbeitskreis Friedhof beauftragt, das Thema voranzutreiben. Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann sagte, dass es nach den Sommerferien ein Treffen geben soll, um weitere Details zu besprechen. Dabei geht es um die Größe des Bauwerks, die Ausgestaltung des Platzes und den konkreten Standort auf dem Friedhof – und natürlich um die Kosten.

Urnen-Wand hat große Vorteile

Bei einem Kolumbarium handelt es sich um ein Bauwerk, in dem Urnen aufbewahrt werden. Die Gruppe "Gemeinsam für Winsen" (GfW), zu der SPD, CDW und FDP gehören, hatte den Antrag gestellt, das Kolumbarium zu errichten. Hintergrund ist, dass in der Gemeinde Winsen schon lange an alternativen Bestattungsformen gearbeitet wird. "Überall, wo ich hinkomme und über das Kolumbarium spreche, sind die Leute begeistert, dass wir das in Angriff nehmen wollen", sagt Oelmann. Die Urnen-Wand biete zwei große Vorteile: Es gebe einen klar definierten Erinnerungsort. Pflegearbeiten fallen aber – im Unterschied zu einer herkömmlichen Grabstätte – keine an.

Standort an der Kapelle im Gespräch

Als Standort hat der Winser Verwaltungschef auf dem Friedhof "ein freies Feld an der Kapelle" im Blick, nicht weit vom Parkplatz neben der Straße entfernt. "Das wäre mein Vorschlag, ich bin aber auch für andere Ideen offen", sagt Oelmann.

Haushaltsberatung Ende des Jahres

Ganz billig wird das Kolumbarium indes nicht werden. Den Platz anlegen, das Gelände gestalten, die Wand errichten – ohne konkrete Zahlen auf dem Tisch zu haben, geht der Bürgermeister davon aus, dass 50.000 Euro schnell zusammenkommen könnten. Eine Idee sieht vor, dass Kolumbarium in Modulbauweise zu errichten, so dass man klein beginnen und bei großer Nachfrage anbauen könnte. Doch das ist Zukunftsmusik. Sollte der Gemeinderat die Finanzmittel im Rahmen seiner Haushaltsberatung Ende des Jahres zur Verfügung stellen, könnte das Urnen-Bauwerk im kommenden Jahr errichtet werden.