Trotz Energiekrise

Winser Hallenbad macht doch auf

Das Winser Hallenbad wird Mitte September geöffnet. Bis Jahresende ist der Betrieb laut Gemeinde gesichert. Wie es dann weitergeht, ist unklar.

  • Von Simon Ziegler
  • 30. Aug. 2022 | 15:47 Uhr
  • 30. Aug. 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 30. Aug. 2022 | 15:47 Uhr
  • 30. Aug. 2022
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Winsen.

Endlich mal gute Nachrichten mitten in der schlimmsten Energiekrise seit Jahrzehnten: Das Winser Hallenbad wird mindestens bis zum Jahresende öffnen, teilte Bürgermeister Dirk Oelmann mit. Das Hauptaugenmerk liege auf Schwimmkursen für Kinder. Mehr als 300 Anmeldungen für Jungen und Mädchen lägen vor. "Es kann daher zu Einschränkungen im allgemeinen Badebetrieb kommen", kündigte er an.

Bis Sonntag Freibad-Saison

Das Winser Freibad wird bis einschließlich Sonntag, 4. September, geöffnet sein. Anschließend wird das Hallenbad für die kommenden Monate vorbereitet. Es soll seinen Betrieb am Dienstag, 13. September, aufnehmen, sagte Friedrich-Wilhelm Falke, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Allertal.

"Wir wollen den Energieverbrauch um etwa 20 Prozent senken."

Friedrich-Wilhelm Falke, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Allertal

Wasser wird kälter

Um Energie zu sparen, werde die Wasser-Temperatur um etwa zwei Grad Celsius reduziert. Das Wasser soll dann noch eine Temperatur von gut 26 Grad haben. Warmbadetage und Baby-Schwimmen wird es in den kommenden Monaten nicht mehr geben. "Wir wollen den Energieverbrauch um etwa 20 Prozent senken", sagte Falke.

Umdenken im Rathaus

Bürgermeister Oelmann hatte Mitte August von einer Versiebenfachung der Gaskosten gesprochen. Das hängt damit zusammen, dass die Einkaufskonditionen für Gas Ende des Jahres auslaufen. Der Winser Verwaltungschef rechnet mit Höchstpreisen und hatte deshalb dafür plädiert, das Bad nicht zu öffnen. Sein Umdenken hängt damit zusammen, dass es bis Jahresende festgeschriebene Konditionen für Gas und Strom mit den Versorgern gebe. Allerdings kommt die Gas-Umlage dazu. Was im Jahr 2023 passieren wird, ist vollkommen unklar. Das werde mit dem Gemeinderat besprochen, so Oelmann.

Eintrittspreise sollen steigen

Vor dem Hintergrund der Energiekrise sollen die Eintrittspreise im Bad um etwa 25 Prozent angehoben werden. Die Entscheidung liegt bei der Winser Politik. Sollte der Gemeinderat zustimmen, würden die neuen Preise ab dem 1. November gelten. Ein Einzelticket würde dann 5 statt 4 Euro kosten.

Die Lage in den anderen Kommunen

Die Frage, ob Hallenbäder in der Winter-Saison öffnen oder nicht, beschäftigt derzeit zahlreiche Kommunen. In Nienhagen soll das Bad offen bleiben, Wietze will wie Winsen zunächst bis Jahresende öffnen und dann entscheiden, wie es weitergeht. In Hermannsburg und Unterlüß sollen die Bäder nach dem Ende der Freibad-Saison geschlossen bleiben. In Bergen wird das Hallenbad ohnehin saniert. Im Celler Badeland soll der Betrieb eingeschränkt möglich sein. Das Schwimmerbecken bleibt geöffnet.