Kitas und Grundschule

Mittagessen für Winser Kinder soll teurer werden

Das wird nicht jedem schmecken: Das Essen in den Winser Kitas und der Grundschule soll deutlich teurer werden. Hier sind alle Details.

  • Von Simon Ziegler
  • 04. Nov. 2022 | 16:50 Uhr
  • 04. Nov. 2022
Von der geplanten Erhöhung der Essenskosten werden in Winsen hunderte Familien betroffen sein.
  • Von Simon Ziegler
  • 04. Nov. 2022 | 16:50 Uhr
  • 04. Nov. 2022
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Winsen.

Die Preissteigerungen machen auch vor den Kindertagesstätten und der Grundschule in Winsen nicht Halt. Wegen der hohen Kosten soll das Mittagessen in der Grundschule ab Januar 4,40 Euro statt 3,90 Euro kosten. Auch in den Kindergärten soll es nach dem Vorschlag der Gemeinde-Verwaltung eine Steigerung geben. Hier wird monatsweise abgerechnet. Für Krippenkinder sollen Eltern dann 67,10 statt 58 Euro bezahlen. Für Kindergartenkinder ist ein Sprung von 71 auf 81,80 Euro vorgesehen.

Politik hat am Dienstag das Wort

Bei den höheren Preisen für das Mittagessen handelt es sich bislang um Pläne der Gemeinde-Verwaltung. Entscheiden wird die Politik. Am kommenden Dienstag berät der Schul- und Sozialausschuss über das Thema.

Defizit von knapp 90.000 Euro

Die Preise seien für Familien eine Belastung, räumt Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann ein. „Wir müssen aber kostendeckend arbeiten“, sagt er. Die Anpassung sei eine Folge der Inflation. In den Jahren 2020 und 2021 habe die Gemeinde mit ihrem „Betrieb gewerblicher Art“, der wegen der Belieferung der kirchlichen Kitas gegründet werden musste, ein Defizit von knapp 90.000 Euro erzielt. Dazu hatte die Corona-Pandemie maßgeblich beigetragen. Die Kitas waren zum Teil geschlossen und es fand auch weniger Ganztagsunterricht statt. Das hatte zur Folge, dass deutlich weniger gekocht wurde und somit die Einnahmen niedriger waren – bei gleich bleibenden Personalkosten. Besser sieht es für dieses Jahr aus, vermutlich kann nach Angaben von Kämmerin Anke Schumann sogar ein Plus erzielt werden.

Kostensteigerungen in allen Bereichen

Dass die Preise trotzdem erhöht werden sollen, begründet das Rathaus mit Kostensteigerungen in verschiedenen Bereichen, etwa beim Personal, beim Thema Energie und bei den Lebensmittelkosten. Grundsätzlich gilt, dass in den kommunalen und den kirchlichen Einrichtungen nicht bei den Kosten für das Mittagessen unterschieden wird. Für alle gilt der gleiche Preis. In Winsen wird das Mittagessen in der Grundschule mit eigenem Personal gekocht und von dort an die kirchlichen Kitas geliefert. Die kommunalen Kitas kochen selbst.

80 Prozent Mittagesser

Von der geplanten Preissteigerung werden in Winsen hunderte Familien betroffen sein. Bürgermeister Oelmann schätzt, dass die Quote der Mittagesser in der Grundschule bei 50 Prozent liegt. In den Kitas seien es mehr als 80 Prozent.

Hambühren hat schon erhöht

Auch andere Gemeinden haben bereits erhöht. So hatte etwa der Hambührener Gemeinderat im Juli entschieden, dass die Sätze angehoben werden. Im Schnitt ging es um eine Preissteigerung von 14 Prozent. Dort zahlen Eltern für ihren Nachwuchs jetzt 65 Euro im Kindergarten beziehungsweise 55 Euro in der Krippe.

Der Winser Sozialausschuss tagt am Dienstag, 8. November, ab 18 Uhr in der Mensa der Grundschule. Weiteres Thema ist der Haushalt 2023.