25 Prozent Steigerung

Schwimmen wird in Winsen deutlich teurer

Die Pläne sind umstritten, die Entscheidung steht trotzdem: Die Eintrittspreise im Winser Schwimmbad werden zum 1. November angehoben.

  • Von Simon Ziegler
  • 17. Okt. 2022 | 17:15 Uhr
  • 17. Okt. 2022
Ab November gelten im Winser Bad höhere Eintrittspreise.
  • Von Simon Ziegler
  • 17. Okt. 2022 | 17:15 Uhr
  • 17. Okt. 2022
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Winsen.

Der Besuch des Winser Schwimmbads wird ab dem 1. November teurer. Das hat die Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsbetriebe Allertal am Freitag beschlossen, nachdem der Gemeinderat einen Tag zuvor entsprechend votiert hatte. Dort stimmte die Gruppe "Gemeinsam für Winsen" (SPD, CDW, FDP) dafür, dass die Preise im Schnitt um 25 Prozent steigen. Die Gruppe "Zukunft Winsen" (CDU, Grüne, FWFW, UWG) sowie die AfD waren dagegen.

Das sind die neuen Preise

Eine Einzelkarte für Erwachsene kostet künftig 5 statt 4 Euro. Der Preis für eine 12er Karte steigt von 40 auf 53 Euro und für eine Jahreskarte werden 230 statt bisher 185 Euro verlangt. Kinder und Jugendliche müssen für den Besuch des Schwimmbads künftig 3 Euro (bisher 2 Euro) zahlen. Auch Schwimmkurse werden teurer, sie kosten dann 105 Euro (bisher 75).

Reaktion auf Gaskrise

Mit den höheren Eintrittspreisen reagiert die Gemeinde auf die Energiekrise. Wegen der steigenden Kosten für Strom und Gas sei eine Erhöhung der Gebühren für das Frei- und Hallenbad unumgänglich, argumentiert die Verwaltung um Bürgermeister Dirk Oelmann (SPD). "Die Erhöhung ist angebracht", so der Verwaltungschef. Das Hallenbad soll zumindest bis Ende des Jahres geöffnet bleiben, weil bis dahin festgeschriebene Konditionen für Gas und Strom gelten. Was dann passiert, ist vollkommen unklar. Eine Schließung des Hallenbades ab dem 1. Januar 2023 ist weiterhin nicht ausgeschlossen, weil bisher niemand weiß, zu welchen Preisen die Wirtschaftsbetriebe Allertal dann Gas auf dem Markt einkaufen müssen.

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CDU-Fraktionschef Burkhard Hoppenstedt begründet das Nein der Gruppe "Zukunft Winsen" zu den höheren Preisen damit, dass bis Ende dieses Jahres der Betreiber nicht mehr Geld für Gas ausgeben müsse. Die Verwaltung habe zudem keine Zahlen vorgelegt, mit welchen Mehreinnahmen sie rechne. Er hält es für unsozial, dass für Schwimmkurse mehr bezahlt werden müsse. "Schwimmen lernen darf keine Entscheidung des Geldbeutels der Eltern sein", sagt er.