1,5 Millionen Euro Kosten

Anbau an zwei Wietzer Kitas geplant

Gute Nachrichten aus Wietze: In der Gemeinde leben immer mehr Kinder. Jetzt werden zwei Kitas ausgebaut.
  • Von Simon Ziegler
  • 17. Okt. 2022 | 16:49 Uhr
  • 17. Okt. 2022
Für die neue Kita am Gochermannsweg gibt es schon wieder neue Pläne.
  • Von Simon Ziegler
  • 17. Okt. 2022 | 16:49 Uhr
  • 17. Okt. 2022
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Wietze.

Klare Sache im Gemeinderat: Am Donnerstag der vergangenen Woche hat die Wietzer Politik einstimmig dafür gestimmt, die beiden Kindertagesstätten Kükennest und Vier-Farben-Land auszubauen. Beide Einrichtungen, die derzeit vier Gruppen haben, sollen eine weitere Gruppe bekommen. Finanziell geht es um knapp 1,5 Millionen Euro. Für den Ausbau des Kükennestes sind 768.000 Euro veranschlagt, beim Vier-Farben-Land sind es 687.000 Euro.

Kita-Plätze fehlen

Nach Angaben von Fachbereichsleiter Kjell Petersen gebe es eine wachsende Nachfrage nach Kita-Plätzen in Wietze, weshalb der Ausbau der beiden kommunalen Einrichtungen nötig sei. Geplant seien zwei Integrationsgruppen. Petersen spricht davon, dass bis zum Jahr 2026 sogar 100 Kita-Plätze fehlen könnten. Man habe sich jetzt dennoch "für den kleinen Step" entschieden. Die Planung ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Derzeit sieht es beispielsweise nach einem abruptem Ende des Baubooms aus. Wenn weniger gebaut wird, ziehen weniger junge Familien mit Kindern in eine Gemeinde. Auch der Zuzug aus EU-Ländern sowie die Zahl geflüchteter Menschen, etwa aus der Ukraine, lassen sich kaum voraussagen.

Schon wieder neue Pläne fürs Vier-Farben-Land

Wie schnell sich eine Planung ändern kann, zeigt die neue Kita am Gochermannsweg. Beim Planungsansatz 2017 war man noch von einer Kita mit zwei Gruppen ausgegangen, schließlich wurde eine Einrichtung mit vier Gruppen gebaut. Gut ein Jahr nach der Eröffnung wird demnächst Platz für die fünfte Gruppe geschaffen.

Neubau kommt nicht infrage

Die Idee, einen komplett neuen Kindergarten zu bauen, hat die Verwaltung verworfen. Dies wäre teurer als die beiden Anbauten und würde länger dauern, argumentiert man im Rathaus. Außerdem entstünden durch die Erweiterungen der beiden Kitas "weniger Regiekosten, da keine weitere Leitungskraft, höhere Reinigungskosten oder laufende Bauunterhaltskosten" den Haushalt zusätzlich belasten, führt Bürgermeister Wolfgang Klußmann aus. "Die Nachnutzung einer größeren Kita nach einem möglichen Abschwächen der aktuellen Bedarfsentwicklung sollte auch betrachtet werden", so der Verwaltungschef. Wirtschaftlich und zeitlich betrachtet sei die Erweiterung der Kindertagesstätten angemessen. Nach Angaben seines Verwaltungsvertreters Petersen soll die Erweiterung der beiden Kitas Ende Sommer 2023 beginnen.