Seltener Fall

Suche nach Keim-Ursache läuft auf Hochtouren

In Wienhausen ist weiter Vorsicht geboten. Wegen einer Keimbelastung sollte Trinkwasser vor dem Gebrauch abgekocht werden. So ist der Fall einzuordnen.

  • Von Carsten Richter
  • 03. Aug. 2022 | 18:59 Uhr
  • 04. Aug. 2022
  • Von Carsten Richter
  • 03. Aug. 2022 | 18:59 Uhr
  • 04. Aug. 2022
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Wienhausen.

Was zu der Keimbelastung geführt hat, ist noch immer unklar. Seit Dienstag werden Anwohner in Wienhausen um Vorsicht gegeben. Nach dem Trinkwasserproben genommen wurden, bei denen Überschreitungen von Grenzwerten festgestellt wurden, empfiehlt die Celle-Uelzen Netz GmbH (CUN), Trinkwasser vor dem Gebrauch aufzukochen und abkühlen zu lassen. Im Extremfall könnte sonst der Verzehr bei geschwächten Menschen oder Säuglingen zu Erbrechen oder Durchfall führen. Fest steht unterdessen: Die Belastung mit sogenannten coliformen Keimen kommt im Wassernetz der CUN äußerst selten vor.

Zuletzt 2010 Keime im Celler Trinkwasser festgestellt

"Zuletzt wurde eine Verkeimung 2010 festgestellt", sagt Unternehmenssprecherin Christiane Poestges auf CZ-Nachfrage. In einer ersten Information an alle betroffenen Haushalte hatte die CUN mitgeteilt, dass die überschrittenen Grenzwerte bei einer Prüfung nach einer Baumaßnahme festgestellt worden seien. Der genaue Hintergrund stand auch am Mittwoch noch nicht fest. "In Wienhausen gab und gibt es verschiedene Bauarbeiten, beispielsweise wurden Arbeiten zur Netzertüchtigung, routinemäßige Arbeiten, aber auch Reparaturarbeiten nach Beschädigung des Wassernetzes durch Dritte, durchgeführt", so Poestges. "Diese Arbeiten fanden in einem engen Zeitfenster statt, sodass eine eindeutige Zuordnung momentan nicht möglich ist."

Proben aus Trinkwasser werden fortlaufend genommen

Um mögliche Keimbelastungen festzustellen, nehme die CUN fortlaufend Proben auch an anderen Stellen im Wassernetz in der Gemeinde Wienhausen und den umliegenden Ortschaften, sagt Poestges. Die Ergebnisse werden für Anfang kommender Woche erwartet. Verbraucher könnten Keimbelastungen selbst in der Regel nicht feststellen. "Für eine fundierte Trinkwasseruntersuchung braucht man tiefgreifende Kenntnisse, geschultes Fachpersonal und eine entsprechende Umgebung und Ausstattung", so die Sprecherin.

Celler Kreisgesundheitsamt ist informiert

Das Kreisgesundheitsamt ist in den Fall eingebunden. Alle getroffenen Maßnahmen hat die CUN mit der Behörde abgestimmt.