Kind verletzt

Eichenprozessionsspinner im Freibad Papenhorst

Immer mehr Freibäder kämpfen mit dem Befall von Eichenprozessionspinnen. In Papenhorst hat sich ein Kind Hautreizungen zugezogen.
  • Von Jürgen Poestges
  • 21. Jun 2022 | 16:30 Uhr
  • 22. Jun 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 21. Jun 2022 | 16:30 Uhr
  • 22. Jun 2022
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Papenhorst.

Was uns in der Kindheit für den Fall eines Gewitters geraten wurde – nämlich „Eichen sollst Du weichen, Buchen sollst Du suchen“ –, trifft heute auch im Hinblick auf die Eichenprozessionsspinner zu.

Hautreizungen bei Kind nach Besuch im Freibad Papenhorst

Immer mehr Freibäder im Landkreis kämpfen mit dem Befall ihrer schattenspenden Eichen. Am vergangenen Wochenende hatte ein Kind im Freibad Papenhorst Kontakt, welches einen schattigen Liegeplatz unter Eichen wählte. Hautreizungen waren die Folge.

Eichenprozessionsspinner hat giftige Brennhaare

Der Eichenprozessionsspinner besitzt giftige Brennhaare, die bei Berührung abbrechen und Hautausschläge mit Rötungen und starkem Juckreiz auslösen können, ebenso Reizungen der Mund- und Nasenschleimhäute und Hustenreiz.

Nicht alle Nester entfernt

Die Samtgemeinde Wathlingen hatte bereits am 31. Mai vom Befall erfahren und umgehend eine Firma mit dem Absaugen der Nester beauftragt, welche am 11. Juni ganztägig am Werk war. Leider waren die Eichen so stark befallen, dass nicht alle Nester vollständig entfernt werden konnten.

Warnschilder aufgestellt

Warnschilder im Bereich der Einfahrt und der Kasse wurden aufgestellt. Ein Absperren der betroffenen Rasen-Flächen wurde nicht vorgenommen. Die Haare des Eichenprozessspinners können bis zu zwei Kilometer fliegen, zudem müsste mehr als die Hälfte des Bades abgesperrt werden, um zu vermeiden, dass die Gäste sich unter die Eichen legen. Es wurde davon ausgegangen, dass die Warnschilder ausreichen.

Nicht im Schatten der Eichen aufhalten

An dem vergangenen Wochenende waren 2200 Besucher im Freibad. Die Betreiber werden nun noch einmal verstärkt durch weitere Schilder und Erläuterungen darauf hinweisen, sich möglichst nicht im Schatten der Eichen aufzuhalten. Die Mitarbeiter im Freibad beobachten die Entwicklung. Ein erneuter Termin zum Absaugen ist vereinbart, die Dienstleister sind jedoch stark nachgefragt und daher nicht sofort im Einsatz.