FDP-Ratsantrag

Halteverbot vor Lachendorfer Gymnasium gefordert

Zu Stoßzeiten herrscht Chaos rund um die Einfahrt zum Immanuel-Kant-Gymnasium in Lachendorf - auch die Seitenstreifen werden zugeparkt. Die FDP meint eine Lösung für die Parksituation zu haben.

  • Von Benjamin Behrens
  • 02. Juli 2022 | 17:00 Uhr
  • 03. Juli 2022
  • Von Benjamin Behrens
  • 02. Juli 2022 | 17:00 Uhr
  • 03. Juli 2022
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Lachendorf.

Am Immanuel-Kant-Gymnasiums in Lachendorf gibt es eine Rechenaufgabe, an der sich Abiturienten in ihrer Abschlussklausur wohl absolut die Zähne ausgebissen hätten.

Gegeben sei folgende Problemstellung: Einem Gymnasium mit neun Jahrgängen und rund 850 Schülern stehen eine Menge x an Parkplätzen nach gesetzlicher Vorgabe zu. Wenn nun eine Menge y an Schülern und Personal mit dem Auto kommt und y größer als x ist: Wie chaotisch ist dann die Parkplatzsituation zu Stoßzeiten und wie zugeparkt sind dann die Seitenstreifen vor der Schuleinfahrt?

FDP sieht Halteverbot als Lösungsansatz

Klingt kompliziert? Ist es auch. Doch die FDP-Fraktion im Rat Lachendorf ist sich sicher, eine Lösung gefunden zu haben. Ein Antrag, der jetzt im Rat Lachendorf beschlossen wurde und nun an den Bauausschuss weitergeht, sieht vor, auf der Straße Alter Postweg im Einmündungsbereich des Gymnasiums ein absolutes Halteverbot auszusprechen. Wenn möglich, sollten geeignete bauliche Maßnahmen getroffen werden, um das Halteverbot durchzusetzen.

Autos parken auf den Seitenstreifen

"Es parken wiederholt Fahrzeuge auf den Seitenstreifen", kritisiert Thomas Altmann, FDP-Fraktionsvorsitzender im Rat Lachendorf. Seit der Wiedereinführung des 13. Jahrgangs habe sich die Schüleranzahl der Oberstufe entsprechend erhöht, ein hoher Anteil komme mit dem Pkw zur Schule, mehr als überhaupt Stellplätze vorhanden seien. Daher werde auf die begrünten Seitenstreifen ausgewichen.

Das schaffe gleich mehrere Probleme: Der Boden sei mittlerweile derart verdichtet, dass Regenwasser nur noch eingeschränkt ablaufe. "Es ist auch verkehrsmäßig nicht günstig", erläutert Altmann. Nun zu prüfen, ob ein Halteverbot für die ohnehin nicht zum Parken gedachten Flächen überhaupt möglich ist, und es durchzusetzen, sei Aufgabe der Verwaltung.

Schule fragte bereits mehr Parkplätze bei Schulträger an

IKG-Schulleiter Jörg Mollenhauer wusste von den Plänen der FDP. "Wir haben im Vorfeld schon beim Schulträger nachgefragt, dass wir mehr Parkplätze brauchen", bestätigt Mollenhauer. Der Schulleiter hat die Wildparker auf den Seitenstreifen im Blick und gibt zu: "Da habe ich auch schon mal geparkt, als ich von einer Abordnungsschule kam. Alle Parkplätze waren voll, irgendwo muss man ja bleiben." Gerade mittags sei die Parkplatzsituation schwierig, auch da sowohl Busse und Autos durch dieselbe Ein- und Ausfahrt müssten. Auch ein saisonales Problem. "Im Moment ist der 13. Jahrgang nicht mehr da, im nächsten Jahr sieht das dann wieder anders aus", erläutert Mollenhauer.

Beetinseln in weitere Parkplätze umwandeln

Bislang gab es vom Land Niedersachsen als Schulträger kein Signal für mehr Stellplätze. "Tatsächlich hat der Schulträger ja recht, wir haben schon mehr Parkplätze, als für eine Schule dieser Größe nach Bauordnung vorgesehen sind", sagt Mollenhauer. "Wir haben aber auch eine besondere Situation, dass viele mit dem Auto kommen. Corona hat das nochmal verstärkt, dass viele Eltern sagen: Ehe ich mein Kind in den Schulbus schicke, fahre ich es lieber selbst, um ein Ansteckungsrisiko zu minimieren", sagt Mollenhauer. Eine Idee, die den Schulleiter vom Schulträger erreichte: "Es gibt zwischen Parkplatzgruppen Beetinseln. Da wird überlegt, diese in Parkplätze umzuwandeln."