Herzblut für Hohne

Neuer Vorstand der Bürgergemeinschaft hat Pläne

Im Mai stand die Bürgergemeinschaft Hohne noch ohne Vorstand da. Nun gehen die Nachfolger ein großes Projekt an: den Weihnachtsmarkt auf dem Rittergut Hohne.

  • Von Benjamin Behrens
  • 02. Nov. 2022 | 16:20 Uhr
  • 02. Nov. 2022
Der neue Vorstand des Vereins: Frida von Steuber, Schriftführerin, Katharina Rodewald, stellvertretende Vorsitzende, Peter Lorberg, Vorsitzender und Annelore Thiele, Kassenwartin.
  • Von Benjamin Behrens
  • 02. Nov. 2022 | 16:20 Uhr
  • 02. Nov. 2022
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Hohne.

Auch wenige können einiges bewältigen, wenn alle mit anpacken. Mit rund 40 Mitgliedern gehört die Bürgergemeinschaft Hohne nicht zu den größten Vereinen im Landkreis Celle, aber seit der Gründung 2019 wurde einiges auf die Beine gestellt.

Vorstandswahl im Mai

Im Mai stand die Gemeinschaft jedoch plötzlich auf der Kippe: Es wurden Nachfolger für den Vorstand gesucht, die bisherige Vorsitzende Ute Tietje trat nicht zur Wiederwahl an. Jetzt ist das Team an der Spitze der Bürgergemeinschaft neu aufgestellt und startet mit dem geplanten Weihnachtsmarkt gleich in ein Großprojekt.

Ute Tietje war nach der Gründung 2019 mehrere Jahre Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Hohne. Peter Lorberg ist ihr Nachfolger.

Peter Lorberg ist Nachfolger von Tietje, bislang gehörte er nur als Beisitzer und einfaches Mitglied zu der Bürgergemeinschaft. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Katharina Rodewald. Neue Schriftführerin wurde Frida von Steuber. Annelore Thiele bleibt Kassenwartin.

Kassenwartin bleibt als erfahrenes Mitglied im Amt

„Es ist gut jemand aus dem alten Vorstand zu haben, gerade für den Posten der Kassenwartin. Es geht ums Geld, die Bücher und, dass alles seine Richtigkeit hat. Annelore hat das ja auch alles mit aufgebaut“, sagt Lorberg. Die Hohnerin war Gründungsmitglied 2019 und auch schon im ersten Vorstand aktiv. „Wir sind auch seit 2019 als gemeinnütziger Verein anerkannt. Das ist auch für die Steuer wichtig. Es war neu und vieles zu berücksichtigen, gerade in der Gründungsphase war viel neues dabei. Niemand kannte sich so genau damit aus. Es ist immer gut, wenn ein Verein auch einen Steuerberater hat“, so Thiele. Seitdem die Gemeinnützigkeit für drei Jahre anerkannt ist, können auch Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

„Dadurch, dass der Vorstand fast komplett neugewählt ist, sind wir ja auch alle, die da angetreten sind, keine Experten. Wir müssen uns erstmal reinfinden in die Aufgaben. Hört sich erstmal lustig an, Bürgerverein, kleines Dorf. Aber letztendlich ist eine Menge Arbeit dabei.“

Peter Lorberg, Vorstand Bürgergemeinschaft Hohne

Vorstandsarbeit bedeutet viele Aufgaben

„Dadurch, dass der Vorstand fast komplett neugewählt ist, sind wir ja auch alle, die da angetreten sind, keine Experten. Wir müssen uns erstmal reinfinden in die Aufgaben. Hört sich erstmal lustig an, Bürgerverein, kleines Dorf. Aber letztendlich ist eine Menge Arbeit dabei.“ Sich aufzulösen stand nicht zur Debatte. „Das kann ja nicht die Alternative sein“, bekräftigt Lorberg.

Alter Vorstand arbeitet Nachfolger ein

Ins kalte Wasser musste niemand springen. „Der alte Vorstand arbeitet noch gut mit, da haben wir top Kontakte und werden unterstützt“, sagt Rodewald. Einfach nur Mitglied wird wohl keiner aus dem alten Team werden. „Ich glaube, das gibt es gar nicht. Es ist ja auch nicht nur der Vorstand, der arbeitet, es bringen sich alle ein. Das würde auch niemand machen, dass er sagt: ‚Ich helfe nicht mehr.‘“, so von Steuber.

Viele Projekte geplant doch Weihnachtsmarkt ist größtes

Jetzt geht es daran, den für den ersten Advent geplanten Weihnachtsmarkt zu organisieren, der wieder auf dem Gelände des Ritterguts Hohne stattfindet. „Es ist das umfangreichste Projekt. Unsere Vereinszwecke sind unter anderem Förderung der Jugend, der Alten und der Kultur. Da hatten wir durch Corona kaum die Möglichkeit, etwas auf die Beine zu stellen“, erläutert Thiele. Da sei der Weihnachtsmarkt nur ein Randaspekt, aber eben ein wichtiger.

Kinderchor, viele Besucher und Stände und ein Programm, das jedem etwas bietet. So soll der Weihnachtsmarkt wieder werden.

„Die Anmeldefrist für Standbetreiber ist zu Ende, aber wir freuen uns auch, wenn jemand nachzieht. Auch das Bühnenprogramm steht“, sagt Lorberg. Ein Kinderchor der Grundschule wird auftreten, das Gymnasium Lachendorf unterstützt den Verein mit einer Bläsergruppe. Auch die Jagdhornbläser werden wieder dabei sein, ebenso wie der Singkreis Hohne und der Posaunenchor. Knapp 20 Stände sind angemeldet, mit Kunsthandwerk, Textilarbeiten, regionalen Lebensmittel, wie etwa Wildprodukten oder Käse. Die Jugendfeuerwehr Hohne übernimmt das Programm für Kinder. „Und natürlich gibt es auch Glühweinbuden und Kaffee und Kuchen. Eigentlich ist alles dabei, was auf so einen Dorf-Weihnachtsmarkt gehört“, ist sich Lorberg sicher.

Offen für Ideen und Vorschläge

Im neuen Jahr wird es weitergehen, gemeinsam mit allen aus Hohne, die sich mit Herzblut einbringen wollen, sei es aus den weiteren Vereinen oder als Einwohner „Wir sind die, die den Anschubs geben wollen. Andersherum kann auch jederzeit gerne jemand zu uns kommen mit einer Idee“, betont Lorberg.