Kommt Nahversorger?

Chance für "Tante Enso" in Höfer zum Greifen nah

Es sieht gut aus für "Tante Enso" in Höfer. 300 Anteilseigner müssen sich an dem Genossenschaftsmodell für einen Supermarkt beteiligen. So ist der Stand.

  • Von Carsten Richter
  • 24. Nov. 2022 | 15:58 Uhr
  • 25. Nov. 2022
  • Von Carsten Richter
  • 24. Nov. 2022 | 15:58 Uhr
  • 25. Nov. 2022
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Höfer.

Als Kai Trumann am Mittwoch die Internetseite von „My Enso“ öffnete, konnte er es gar nicht glauben. Kurz darauf im Gespräch mit der CZ ist der Ortsbürgermeister von Höfer deshalb noch ganz überwältigt. Die Resonanz im Dorf ist riesig – und die Chance, einen Nahversorger in den Ort zu bringen, zum Greifen nah. 293 vollständige Teilhaberanträge für „Tante Enso“ lagen bis Mittwoch vor. Mit anderen Worten: Gerade einmal sieben Anträge fehlen noch, damit das Unternehmen „My Enso“ einen Dorfladen verbindlich öffnet. „Es sieht richtig, richtig gut aus“, freut sich Trumann.

Nahversorger für Höfer: Ziel ist fast erreicht

Auch wenn das Ziel, einen 24-Stunden-Supermarkt in den Ort zu holen, so gut wie sicher erreicht ist: 300 Anträge müssen definitiv vollständig ausgefüllt und unterschrieben bei „My Enso“ vorliegen. Ein Anteil kostet 100 Euro. Am Montag, 28. November, endet nach vier Wochen die offizielle Kampagne. Das heißt, bis dahin besteht noch die Möglichkeit, sich an dem Genossenschaftsmodell zu beteiligen und Anteile zu zeichnen.

Jeden Mittwoch aktualisiert „My Enso“ den Stand der Teilhaberzahlen. „Vor einer Woche lagen wir noch bei 212“, berichtet Trumann. Nun hofft er auf den letzten Schwung.

Resonanz für "Tante Enso" in Höfer ist positiv

Der Ortsbürgermeister hat die Kampagne zusammen mit der Höferanerin Vanessa Syrcke organisiert. Bei Infoveranstaltungen haben sie kräftig die Werbetrommel für das Supermarkt-Projekt gerührt. „Am Sonntag hatten wir noch mal 40 bis 50 Leute da. Die Resonanz ist deutlich positiv“, sagt Trumann.

Auch in anderen Orten gibt es Interesse an Supermarkt

Was ihn besonders freut: Nicht nur die Menschen im Ort machen mit. Anteilseigner gibt es auch in den umliegenden Orten wie Scharnhorst, Eldingen – und sogar in Eschede. Das mag zunächst einmal überraschen – im Hauptort der Gemeinde ist die Nahversorgung schließlich gut. „Aber ein 24-Stunden-Modell gibt es dort nicht“, meint Trumann. Das Prinzip: Eine Karte, die sich jeder bei "My Enso" besorgen kann, ermöglicht den Zugang rund um die Uhr und dient auch als Bezahlsystem.

"Bürgerinnen und Bürger können ihre Wünsche, was die Gestaltung betrifft, äußern."

Kai Trumann, Ortsbürgermeister Höfer

Bürger in Höfer sollen Wünsche zur Gestaltung äußern

Kurz vorm Ziel denkt der Ortsbürgermeister bereits an die nächsten Schritte. Wenn in der kommenden Woche die Marke von 300 Anteilseignern geknackt wird, werden die Verträge unterschrieben. „Danach können die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche, was die Gestaltung betrifft, äußern“, sagt Trumann. Also etwa welche Produkte zum Sortiment des Marktes gehören sollen. Eine weitere öffentliche Veranstaltung sei dafür denkbar.

15 "Tante Enso"-Filialen gibt es schon

Bundesweit wurden bereits 15 „Tante Enso“-Filialen eröffnet, weitere sind in der Planung. Mit dem ehemaligen Saal der früheren Dorfkneipe ist in Höfer bereits ein Standort gefunden. Nur noch wenige Unterschriften fehlen, dann ist es geschafft.

Beitrittserklärungen und weitere Informationen im Internet unter www.myenso.de/content/tanteenso/standorte/hoefer