Morgens fährt nur ein Bus nach Celle

Großmoor: Kommt Schulbus-Lösung erst im Jahr 2025?

Gerade mal ein Bus für Schüler fährt derzeit morgens aus Großmoor nach Celle – die Samtgemeinde Wathlingen hat sich deswegen an den Kreis gewandt. Eine Lösung kommt aber wohl erst 2025.

  • Von Marius Klingemann
  • 01. Okt. 2022 | 16:35 Uhr
  • 01. Okt. 2022
  • Von Marius Klingemann
  • 01. Okt. 2022 | 16:35 Uhr
  • 01. Okt. 2022
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Großmoor.

Schulbeginn um 9.50 Uhr, aber schon um 7.20 Uhr da? Was für die meisten jungen Leute sicherlich nicht gerade verlockend klingt, ist für eine Reihe von Schülern aus dem Westkreis regelmäßig wiederkehrende Realität. Dazu gehört der Sohn von CZ-Leser Tobias Vogel: Zweimal pro Woche geht der Unterricht für den Filius erst zur dritten Stunde los – das Problem: Aus Großmoor fährt morgens gerade mal ein Bus Richtung Celle samt seiner weiterführenden Schulen, und das um 6.59 Uhr. In Dasselsbruch geht es, unter identischen Bedingungen, sogar noch früher los.

Schulbus-Situation in Großmoor: Samtgemeinde wendet sich an Kreis

Vater Vogel wollte sich damit nicht abfinden und hat das Gespräch mit Wathlingens Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia Sommer sowie CeBus-Chef Stefan Koschick gesucht. Beide berichten im Nachgang vom "freundlichen Austausch" – sind allerdings nicht am langen Hebel, wenn es um eine etwaige Änderung der beschriebenen Bus-Missstände geht. Zuständig ist nämlich die Kreisverwaltung, für die Sprecher Tore Harmening bestätigt: "Die Samtgemeinde hat sich an unsere Fachabteilung ÖPNV gewandt."

Weitere Busse aus Großmoor erst in 2025?

Bis Ende September müsse aus Wathlingen nun eine Stellungnahme pro Fahrplan-Novellierung eingereicht werden. "Grundsatz der Schülerbeförderung ist bisher, dass jeder Schule eine Hin- und drei Rückfahrzeiten zur Verfügung gestellt werden", sagt Harmening. Wegen des bestehenden Nahverkehrsplans sei es kurzfristig nicht möglich, eine Lösung für die "Großmoor-Situation" zu finden.

 

"Grundsatz ist bisher, dass jeder Schule eine Hin- und drei Rückfahrzeiten zur Verfügung gestellt werden"

Tore Harmening, Kreissprecher

Sollten die aktuellen Anpassungswünsche für sinnvoll erachtet werden, würden diese im Normalfall jedoch erst zu 2025 – dann endet der aktuelle ÖPNV-Auftrag der CeBus – greifen. Eine frühere Ausnahme, so Harmening, könne es nur geben, wenn "anderslautende Vorgaben der Politik, die dann aber nicht einzelne Ortschaften, sondern das gesamte System betreffen", kämen.