Attacke bei Sommerfest

Angreifer ist wegen Gewalt polizeibekannt

Beim Sommerfest der Bundeswehr in Faßberg wurden zwei Zivilangestellte der Truppe angegriffen. Jetzt haben die Ermittler neue Erkenntnisse zum Angreifer.
  • Von Benjamin Behrens
  • 30. Juni 2022 | 17:33 Uhr
  • 30. Juni 2022
  • Von Benjamin Behrens
  • 30. Juni 2022 | 17:33 Uhr
  • 30. Juni 2022
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Faßber.

Schläge und Fußtritte gegen den Kopf und Beleidigungen – Mitte des Monats kam es unweit des Sommerfestes an der Oase in Faßberg zu einem brutalen Angriff. Jetzt hat die Ermittlungsarbeit und Zeugensuche der Polizei erste Erfolge gebracht. „Wir haben einen 27-Jährigen Tatverdächtigen, gegen den wir ermitteln, der aus dem Nordkreis kommt“, berichtet Yvonne Maniewski von der Polizei in Faßberg.

Angriff bei Sommerfest Mitte Juni

Das war geschehen: Am 14. Juni waren zwei junge Männer in der Großen Horststraße unterwegs, als sie aus einer Gruppe junger Erwachsener heraus angegriffen wurden. Einem 24-Jährigen wurde seitlich gegen den Kopf geschlagen, als er zu Boden ging, wurde ihm mehrfach gegen den Kopf getreten, er trug eine größere Platzwunde davon.

Ermittler gehen zunächst von drei Soldaten als Opfer aus

Zunächst war die Polizei von drei angegriffenen Soldaten ausgegangen. „Es waren zwei Zivilangehörige der Bundewehr, keine Soldaten. Darum hatten sie auch keine Uniform an“, erläutert Maniewski. Beide gehören zu einem Lehrgang der Bundeswehr in Faßberg und wandten sich nach dem Vorfall an einen Soldaten, der die Polizei einschaltete, dabei kam es offenbar zu der Fehlinformation.

24-Jähriger leidet auch psychisch unter Attacke

Als die Zivilangestellten und die größere Gruppe einander passierten, wurden die zwei jungen Männer offenbar durch den 27-Jährigen beleidigt. Als sich der 24-Jährige deshalb umdrehte und den Tatverdächtigen ansprach, erfolgte der Schlag an den Kopf, auch sein Begleiter wurde zum Ziel. „Er ist durch Zufall einem Schlag ausgewichen, wurde aber auch beleidigt. Wir haben mehrere Verfahren eröffnet.“ Der verletzte 24-Jährige wurde nicht nur körperlich verletzt, er ist psychisch geschädigt. „Er ist traumatisiert durch die Geschichte.“ Besonders unverständlich: „Es gibt gar keinen Hintergrund. Die Personengruppen kennen sich überhaupt nicht. Es gibt keine Vorgeschichte, außer dass die Person, gegen die wir ermitteln, auch Vorerkenntnisse hat im Bereich Gewalttätigkeit“, sagt Maniewski. Gegen ihn wird wegen Beleidigung, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Ermittlungen laufen weiter

Bei der Gruppe, aus der heraus der Angriff erfolgte, wird von fünf bis sechs Personen ausgegangen. „Es stehen nur zwei Personalien aus dieser Gruppe fest, einmal der 27-jährige Tatverdächtige und ein 25-Jähriger, der beteiligt war, aber wo die genaue Tatbeteiligung nicht klar ist“, so Maniewski. Aus den weiteren Vernehmungen erhofft man sich Erkenntnisse über die restlichen Personen.