Lichterkette

Eschede setzt ein Friedenszeichen

Erst haben sie vor der Kirche gesungen, dann eine lebendige Lichterkette gebildet. Rund 250 Menschen waren bei der Aktion in Eschede dabei.

  • Von Simon Ziegler
  • 04. Dez. 2022 | 13:58 Uhr
  • 04. Dez. 2022
Kirchenmusiker Sindre Gulbrandsen sitzt am Keyboard und spielt Adventslieder.
  • Von Simon Ziegler
  • 04. Dez. 2022 | 13:58 Uhr
  • 04. Dez. 2022
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Pastor Maximilian Baden.
Eschede.

Mehrere Hundert Meter lang ist die Lichterkette, sie reicht fast bis zur Ampelkreuzung an der Bundesstraße. Mit dabei ist Alexandra Klatt und ihre Familie. "Wir sind hier, weil wir ein Zeichen für den Frieden setzen wollen. Dieses Jahr war turbulent. Wir müssen zusammenhalten", sagt die Mutter aus Eschede. Ein paar Meter weiter stehen Gisela Schnobel und Gisela Kalberlah, auch sie halten Kerzen in den Händen. "Es ist gut, dass es diese Lichterkette gibt. Auch das Adventssingen war super", meint Gisela Schnobel.

Singen vor der Johanniskirche

Rund 250 Menschen sind am frühen Samstagabend zur Johanniskirche gekommen, wo die Kirchengemeinde und das Bündnis gegen Rechtsextremismus zum gemeinsamen Adventsliedersingen eingeladen hatten. "Das Singen kam letztes Jahr so gut an, da wollten wir es gerne wiederholen", sagt Pastor Maximilian Baden, der auch Sprecher des Anti-Rechts-Bündnisses ist.

Das Adventsliedersingen kam erneut gut an.

Technisch und musikalisch sind sie in Eschede gut unterwegs. Kirchenmusiker Sindre Gulbrandsen sitzt am Keyboard, per Beamer werden die Texte an die Mauer der gut 300 Jahre alten Kirche geworfen, so dass jeder und jede mitsingen kann. Gesungen werden deutsche Klassiker wie "Macht hoch die Tür", "Wir sagen Euch an den lieben Advent" oder "Morgen Kinder wird's was geben". Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, bei Glühwein und Kinderpunsch kommt besinnliche Stimmung auf, vor allem als es ein ganz kleines bisschen zu schneien beginnt.

Pastor kündigt Landeplatz an

Pastor Baden kündigt in seinen Schlussworten die Neuigkeit an, dass im Schwesternhaus neben dem Pfarrhaus ein "Landeplatz für Jung und Alt geschaffen" werden soll, wie er sich ausdrückt. Er meint ein ehrenamtlich betriebenes Eltern-Kind-Café. Außerdem sei dort ein neuer Spielplatz in Planung. Die vielen Familien, die am Samstagabend dabei sind, wird es freuen.

Gemeinde und Kirche haben gemeinsames Ziel

Auch die Gemeinde Eschede ist bei der Lichterkette mit im Boot. "Wir beteiligen uns gerne, um ein Friedenszeichen zu setzen", sagt Bürgermeister Heinrich Lange. Letztlich hätten Kirche und Gemeinde ja ein ähnliches Ziel. Es gehe darum, "sich um die Menschen zu kümmern", so der Bürgermeister, ehe unter Kirchengeläut die lebendige Lichterkette entlang der Albert-König-Straße gebildet wird. "Das war eine gelungene Veranstaltung. Ich bin glücklich, dass so viele Menschen gekommen sind", ist Pastor Baden zufrieden.