Erster Spatenstich

Gewerbegebiet Schmolkamp-Ost wird erweitert: Gemeinde Eicklingen nimmt noch Anfragen entgegen

Auf den Moment des ersten Spatenstichs musste die Gemeinde Eicklingen lange warten. Am Montag war es soweit im Gewerbegebiet Schmolkamp-Ost. So geht es nun bei der Erweiterung weiter.

  • Von Carsten Richter
  • 24. Jan. 2023 | 11:00 Uhr
  • 24. Jan. 2023
Nach dem ersten Spatenstich am Montag wird demnächst entschieden, welche Firmen sich auf dem Areal ansiedeln. 
  • Von Carsten Richter
  • 24. Jan. 2023 | 11:00 Uhr
  • 24. Jan. 2023
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Eicklingen.

Es war ein langer Weg bis zu diesem Schritt. "Neun Jahre sind vergangen seit dem Antrag der CDU-Fraktion auf Erweiterung", sagte Eicklingens Bürgermeister Jörn Schepelmann am Montagnachmittag am Rande des Ortes. Hier, in Angrenzung an das bestehende Gewerbegebiet Schmolkamp-Ost an der Josef-Ressel-Straße, wird noch einmal eine Netto-Baufläche von mehr als 10 Hektar ausgewiesen. Der symbolische erste Spatenstich unweit der Bundesstraße 214 besiegelte das Ende der jahrelangen Wartezeit und war zugleich der Auftakt für die nächsten Arbeiten: Derzeit läuft die Ausschreibung für den Bau des Kreisels, um das Gewerbegebiet an die B 214 anzubinden. Möglichst bis Mitte des Jahres sollen alle Tief- und Landschaftsbauarbeiten abgeschlossen sein.

In Angrenzung an das bestehende Gewerbegebiet Schmolkamp-Ost wird noch einmal eine Netto-Baufläche von zehn Hektar ausgewiesen.  

Zahlreiche Kaufanträge fürs Gewerbegebiet in Eicklingen

"Es soll hier von Anfang an Leben sein", sagte Schepelmann und sprach von einem engen Zeitplan. Schließlich habe es bereits erste Nachfragen von Unternehmen gegeben, als lediglich die Idee bestand, das Gebiet zu erweitern. Die Interessenten will die Gemeinde nicht enttäuschen. Laut Verwaltung liegen bereits zahlreiche Kaufanträge für Flächen im Gewerbegebiet vor. Über ein Auswahlverfahren wird entschieden, welche Firmen den Zuschlag bekommen. Dazu wurden bereits Fragebögen an potenzielle Flächeneigentümer verschickt, mit denen noch einmal das aktuelle Interesse abgefragt wird. Derzeit läuft die Auswertung der zurückgesandten Fragebögen. Erste Entscheidungen würden im Februar und März getroffen, sagte Schepelmann.

Interessierte Firmen können sich weiter melden

Noch gibt es einige freie Grundstücke – Interessierte können sich also weiter bei der Gemeinde melden. 35 Euro pro Quadratmeter hat die Gemeinde als Verkaufspreis für das vollerschlossene Gewerbeland festgesetzt. Eine Veräußerung hat es bereits gegeben: Die Source One Plastics GmbH, ein auf nachhaltige Abfallwirtschaft spezialisiertes Unternehmen, hatte einen Vorvertrag mit der Gemeinde abgeschlossen und sich bereits eine Fläche von 30.000 Quadratmetern gesichert. Die Firma will auf dem Gelände eine Sortier- und Recyclinganlage bauen, die 60.000 Tonnen im Jahr verarbeiten soll.

Anfängliche Bauarbeiten laufen schon.

Erweiterung Schmolkamp-Ost wird gefördert

Mit der Erweiterung Schmolkamp-Ost wird der dritte Bauabschnitt im Eicklinger Gewerbegebiet realisiert. Die eingeplanten Gesamtkosten liegen bei etwa 6,3 Millionen Euro. Die Gemeinde kann dabei auf Fördermittel des Landes und des Bundes in Höhe von fast 2,5 Millionen Euro zurückgreifen. Mit der Erschließung beauftragt wurde die Celler Ingenieurgesellschaft Heidt und Peters. Das Unternehmen Ost Bau aus der Altmark hat die Ausschreibung für die Tiefbauarbeiten gewonnen. Den Zuschlag für die Bepflanzung hat das Unternehmen Haase Garten und Landschaftsbau aus Bergen erhalten.

Feldlerche braucht Ausgleichsflächen

Samtgemeindebürgermeister Frank Böse erinnerte an die Schwierigkeit, Ausgleichsflächen für die Feldlerche zu finden – ein Grund dafür, dass es vom Aufstellungsbeschluss bis zum ersten Spatenstich so lange gedauert hat. Auch wenn die anstehenden Bauarbeiten mit zusätzlichem Verkehrslärm verbunden seien, trage der neue Kreisel an der B 214 zur Verkehrsberuhigung bei. Die Gebietserweiterung werde sich außerdem positiv auf die Gewerbesteuereinnahmen auswirken, blickte Böse zuversichtlich nach vorne. "Geht es der Gemeinde gut, geht es auch der Samtgemeinde gut", so der Verwaltungschef.