SVO erhöht Preise

Strom-Arbeitspreis verdoppelt sich fast

Nochmal tiefer in die Tasche greifen müssen ab kommendem Jahr Strom- und Gaskunden in der Grund- und Ersatzversorgung bei der SVO.

  • Von Marius Klingemann
  • 10. Nov. 2022 | 19:30 Uhr
  • 18. Nov. 2022
Für Strom muss im kommenden Jahr mehr bezahlt werden.
  • Von Marius Klingemann
  • 10. Nov. 2022 | 19:30 Uhr
  • 18. Nov. 2022
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Celle.

Wie das Celler Energieunternehmen nun in einer Pressemitteilung ankündigt, steigt der Arbeitspreis im Tarif „Strom klassisch“ zum 1. Januar von aktuell 29,49 auf 54,38 Cent brutto pro Kilowattstunde (kWh). Ein Zwei-Personen-Haushalt – in der Vergangenheit hatte die SVO bei solchen Beispielrechnungen stets Zahlen für Vier-Personen-Haushalte herangezogen – mit einem durchschnittlichen Strom-Jahresverbrauch von 2890 kWh müsse demnach monatlich knapp 60 Euro mehr zahlen.

"Kostenexplosion macht Anpassungen unumgänglich"

Beim Tarif „Erdgas klassisch“ soll der Arbeitspreis zu Januar um 1,91 Brutto-Cent pro kWh steigen. Derzeit liegt er bei 21,78 Cent. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh ergeben sich laut Mitteilung dann monatliche Mehrkosten in Höhe von rund 30 Euro. „Die Kostenexplosion auf Einkaufseite“ mache die Anpassungen „unumgänglich“, heißt es dazu. Der Grundpreis soll indes, das gilt für Strom und Gas gleichermaßen, unverändert bleiben.

Horrende Nachzahlungen sollen vermieden werden

„Die betroffenen Kunden erhalten zu den Anpassungen in diesen Tagen entsprechende Preismitteilungen auf dem Postweg. Die monatlichen Abschläge für Strom und Erdgas werden mit der Jahresverbrauchsabrechnung automatisch angepasst“, um horrende Nachzahlungen zu vermeiden, teilt SVO-Sprecher Thomas Hans weiter mit. Das Unternehmen hatte die Strom- und Gaspreise erst zu November angehoben. „Der andauernde Krieg in der Ukraine und die willkürlichen Kürzungen russischer Gaslieferungen haben die Beschaffungskosten auf den Energiemärkten in bislang ungekannte Höhen getrieben“, so die bekannte Erklärung. Das müsse man „zum Teil“ an die Verbraucher weitergeben – die Preise blieben jedoch „im direkten Vergleich wettbewerbsfähig“.

Steuersenkung weitergegeben

Bereits weitergegeben hat die SVO zu November auch die von der Bundesregierung beschlossene Gas-Mehrwertsteuersenkung auf sieben Prozent. „Über weitere Maßnahmen wie den geplanten Wegfall des Dezember-Abschlags für Erdgas oder die sogenannte Gas- und Strompreispreisbremse werden wir informieren, sobald die Details dazu klar und die Maßnahmen rechtsgültig sind“, heißt es jetzt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) plant, den Strompreis ab Januar bei 40 Cent pro kWh zu deckeln. Für Gas soll ein entsprechender Schritt im März folgen.