Schuljahr 2022/23

Schülerzahlen: IGS Celle lehnt 114 Bewerber ab

"Die Kapazitäten reichen aus", sagt der Kreis zu den Schülerzahlen fürs kommende Unterrichtsjahr. Nicht jeder darf aber an die gewünschte Schule.
  • Von Marius Klingemann
  • 22. Juni 2022 | 14:58 Uhr
  • 22. Juni 2022
  • Von Marius Klingemann
  • 22. Juni 2022 | 14:58 Uhr
  • 22. Juni 2022
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Celle.

Für viele junge Menschen startet nach den Sommerferien auch im Kreis Celle ein neues Kapitel, es geht in Klasse 5 und damit an die weiterführenden Schulen. 2021 konnten Gymnasien, Oberschulen und die IGS insgesamt 1834 Neuzugänge verzeichnen, die Zahlen für das anstehende Jahr hat die Verwaltung nun bekanntgegeben.

"Die festgelegten Kapazitäten reichen aus", liefert Sprecher Tore Harmening ein vorweggenommenes Fazit. Im vergangenen März wurde etwa beschlossen, am KAV (Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium) für 2022/23 einen fünften Zug für Jahrgang 5 einzurichten. 132 neue Schüler werden dort nach aktuellem Stand im August auflaufen, zwölf Monate vorher waren es – bei noch vier Klassen – 120. Alles in allem gibt es für die weiterführenden Schulen bislang 1626 Anmeldungen, das sind knapp 100 weniger als zum vergleichbaren Zeitpunkt für das vorangegangene Schuljahr (siehe auch Grafik).

Schülerzahlen: Kreis Celle sieht "keine Sondereffekte" für 22/23

Die Anmeldetage für die Gymnasien und Oberschulen waren am 31. Mai und 1. Juni, für die IGS Celle liefen sie bereits drei Wochen früher. "Es kommt im Normalfall noch zu Nachmeldungen", erläutert Harmening. Das könne unterschiedliche Gründe haben, zum Beispiel Umzüge oder Jetzt-schon-Fünftklässler, die wiederholen müssen.

Für das Jahr 2021/22 sind die Zahlen so, wie eingangs angedeutet, nach Mitte Juni nochmals um über 200 gewachsen. "Etwaige Sondereffekte für eine geringere Schülerzahl sind nicht bekannt", sagt Harmening nun zum laufenden Durchgang. Es könne aber naturgemäß zu "Schwankungen in den Geburtenjahren" kommen.

Neue Fünftklässler: IGS muss 114 Kandidaten weglosen, HBG 31

Ebenfalls zum Schulgeschäft gehört, dass nicht alle jungen Leute dorthin gehen können, wo sie und ihre Eltern es sich wünschen. Laut Kreis-Angaben hat insbesondere die IGS mehr Interessenten als Kapazität – 114 Jungen und Mädchen fanden im Zuge des dadurch notwendigen Losverfahrens keine Berücksichtigung und mussten auf andere Schulen ausweichen.

Harmening dazu: "Es besteht lediglich ein Anspruch auf Aufnahme im Schulbezirk" und somit den gewählten "Bildungsgang", nicht aber auf eine bestimmte Schule. Auch das Hermann-Billung-Gymnasium musste 31 Bewerber "weglosen", diese sind den Angaben zufolge mittlerweile am KAV sowie dem Ernestinum untergekommen.

Kreis: Hölty-Außenstelle gut genutzt, sechster Zug in Oberschulen nicht nötig

"Weiter gut angenommen", heißt es zudem, werde die neue Außenstelle des Hölty-Gymnasiums in Hambühren. Klasse 5 und 6 werden hier aktuell schon unterrichtet, die 7 soll nach den Sommerferien dazukommen. "Es liegt eine ausreichende Schülerzahl für vier bis fünf Klassen pro Jahrgang vor", so Harmening.

Das sei wichtig, "damit sich auch in Hambühren langfristig eine Oberstufe mit breitem Angebot etablieren kann". Wohl nur fünf statt der zunächst vorgesehenen sechs Züge wird es hingegen an der Oberschule Welfenallee geben: "Die Erhöhung ist aktuell nicht notwendig, kann es aber wegen der zu erwartenden Nachzügler noch werden."