Rad-Rundkurs geplant

500 Kilometer rund um die Heide strampeln

Die Touristiker der Lüneburger Heide GmbH wollen das große Rad drehen: Ein Kurs für Zweiräder rum um die Heide.
  • Von Simon Ziegler
  • 23. Jun 2022 | 18:29 Uhr
  • 23. Jun 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 23. Jun 2022 | 18:29 Uhr
  • 23. Jun 2022
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Celle.

Das Thema ist in aller Munde: Ob Fahrradstraßen in Celle oder die Klima-Kampagne "Stadtradeln" in Wathlingen. Es gibt immer mehr Bürgerinnen und Bürger, die immer mehr Fahrrad fahren – weil es gut für die Umwelt ist, der eigenen Gesundheit gut tut und weil bei Spritpreisen von 2 Euro pro Liter Radfahren auch finanziell interessanter wird. Dazu kommt der Mega-Trend E-Mobilität. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland zwei Millionen E-Bikes verkauft. Es ist ein neuer Rekordwert.

1600 Kilometer Radwegenetz

All diese Entwicklungen sind für die Celler Kreis-Politik Grund genug, sich mit dem Thema Radfahren zu beschäftigen. Am Dienstag hat die Verwaltung im Wirtschafts- und Tourismusausschuss über den Ist-Stand in Sachen Radwege informiert. Demnach gibt es im Kreis Celle ein Radwegenetz mit einer Gesamtlänge von 1600 Kilometern. Ausgebaute Radwege an Bundesstraßen existieren auf einer Länge von 121 Kilometern, an Landesstraßen sind es 148 Kilometer und an Kreisstraßen 161 Kilometer. Dazu kommen 55 Kilometer Radwanderwege. Es gibt mit dem Aller-Radweg und der Kulturroute zwei Fernradwege, daneben ausgeschilderte Touren in benachbarte Landkreise: zum Beispiel die Route "Von Fachwerk, Backsteingotik und Bauhaus" – ein Rundweg zwischen Celle, Bröckel und Burgdorf.

Radtourismus wird immer wichtiger

Der Radtourismus spielt dabei in der Lüneburger Heide eine immer größere Rolle. So hatte sich der Landkreis Celle 2014 erfolgreich um den Titel "Fahrradfreundliche Kommune" beworben. Seitdem bemühe man sich darum, die Radwege in gutem Zustand zu halten, sagt Kreisdezernent Gerald Höhl. Derzeit seien keine neuen Radwege geplant.

Von Langbärten und Klein Texas

Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, sagt, dass der Landkreis Celle in Sachen Radtourismus ziemlich gut aufgestellt sei. "Celle setzt auf Themenradwege. Als Touristiker finde ich das richtig", meint er. So gibt es zum Beispiel die Tour rund um Faßberg "Wo einst die Langbärte wohnten" oder die Tour "Klein Texas" rund um Wietze. Derzeit werde überlegt, einen 500 Kilometer langen Rundweg, der die die Kreise Celle, Uelzen, Lüneburg, Harburg und Heidekreis verbindet, ins Leben zu rufen. "Wir wollen keine neuen Radwege bauen, sondern bestehende verbinden", erläutert von dem Bruch. Bei Ladestationen für E-Bikes sieht er keinen Bedarf. Es gehöre inzwischen zum Standard, dass an Hotels und Ferienunterkünften aufgeladen werden könne. Die Akkus haben inzwischen eine Reichweite von mehr als 100 Kilometer. "Viele Touren haben eine Länge von 40 oder 50 Kilometern. Wir brauchen deshalb keine Ladestationen entlang der Radwege."

Politik lobt Ausgangssituation

Erhard Thölke (SPD) hat den Ausschuss am Dienstag geleitet. "Wir haben bei den Radwegen eine gute Ausgangssituation. Das müssen wir weiter entwickeln und eine gute Mischung aus Reparatur und Neubau hinbekommen. Bei neuen Radwegen gibt es im Ostkreis den meisten Nachholbedarf, zum Beispiel im Bereich Eldingen", so Thölke.