Omikron-Typ dominiert

Gesundheitsamt: Corona-Lage im Kreis Celle "weitestgehend stabil"

"Entspannt in die Zukunft blicken" könne man im Kreis Celle derzeit insgesamt in Sachen Corona, sagt Gesundheitsamts-Chef Bauer. Am gefährdetsten seien nach wie vor erheblich vorerkrankte sowie betagtere Personen.

  • Von Marius Klingemann
  • 23. Nov. 2022 | 18:16 Uhr
  • 24. Nov. 2022
  • Von Marius Klingemann
  • 23. Nov. 2022 | 18:16 Uhr
  • 24. Nov. 2022
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Celle.

"Überschaubar" sei die Corona-Lage mittlerweile im Celler Land, sagte Carsten Bauer, Leiter des Gesundheitsamtes, nun bei seinem aktuellen Wasserstandsbericht im Kreis-Gesundheitsausschuss. Bei 325,2 lag die 7-Tage-Inzidenz zwischen Bröckel und Faßberg nach offiziellen Angaben am Dienstag, am Mittwoch betrug der Wert dann 226,2. "Seit dem Spätfrühling hat sich die Lage weitestgehend stabilisiert", so Bauers Zwischenfazit. Man könne Stand jetzt "entspannt in die Zukunft blicken".

Auch die Zahl der Covid-19-bedingten Einweisungen in Celles Allgemeinem Krankenhaus (AKH) halte sich "im Rahmen". Niedersachsenweit lag die Hospitalisierungsquote am Dienstag bei 8,7 Prozent, für den Mittwoch konnte das Landesgesundheitsamt wegen technischer Probleme kein Update liefern.

Corona im Kreis Celle: Omikron-Variante dominiert

Auf der AKH-Isolierstation, ergänzte Bauer im Ausschuss, befänden sich (Stand Dienstag) elf Covid-Patienten: "Zehn davon sind über 80 Jahre alt, einer über 70." Erheblich vorerkrankte sowie betagtere Personen seien nach wie vor die am meisten gefährdete Gruppe.

Bei den Todesfällen – bislang sind es im Kreis Celle 210 – halte sich das Verhältnis zwischen "an" und "mit" Corona ungefähr die Waage, erklärte der Amtschef. "Eindeutig vorherrschend" sei in der Region momentan die Omikron-Variante BA 4/5. Die weiteren Subtypen, inklusive dem neuartigen BQ 1.1, spielten dagegen (noch) keine Rolle.

Bei der Abarbeitung der gemeldeten Corona-Fälle komme das Gesundheitsamt-Team – "wir haben um rund 30 befristete Stellen aufgestockt" – mittlerweile "gut hinterher", sagte Bauer.

AfD-Antrag zu Beratungsstelle findet keinen Anklang

Für die Einrichtung einer kreiseigenen, unabhängigen Beratungsstelle bei Impfnebenwirkungen und Folgeschäden plädiert indes die AfD-Kreisfraktion. Sie kenne mehrere Personen, bei denen nach einer Corona-Impfung schwere Herzprobleme aufgetreten sei, betonte Co-Vorsitzende Susanne Rotermund. Im Behördendickicht sei es für Betroffene aber schwer, tatsächlich einen Schadensausgleich zu erhalten, auch auf das Ärztesystem könne man sich nicht immer verlassen.

Die restlichen Ausschuss-Mitglieder wiesen ungeachtet dessen auf die bestehenden Strukturen hin – und empfahlen dem Kreisausschuss als entscheidendem Gremium, den Antrag abzulehnen.

Gesundheitsamts-Chef sieht noch keine Grippewelle

Stand 45. Kalenderwoche (7. bis 13. November) sei dem Kreis vom Land nur ein Influenza-Fall gemeldet worden, berichtete Carsten Bauer. Eine Grippewelle sei daher noch nicht absehbar – "wir behalten die Entwicklung aber im Auge".