Niedersächsischer Weg

Ökologische Station kurz vor dem Start

Die neue Ökologische Station in Hankensbüttel soll Landwirtschaft und Naturschutz auch im Kreis Celle unter einen Hut bringen. So soll das Ganze funktionieren.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. Aug. 2022 | 17:23 Uhr
  • 18. Aug. 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. Aug. 2022 | 17:23 Uhr
  • 18. Aug. 2022
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Celle.

Naturschutzmaßnahmen auf Grünlandflächen, in Auen, Gewässern und Mooren umsetzen, und das in Kooperation mit den Betroffenen, zum Beispiel Landwirten: Dieses Prinzip des sogenannten Niedersächsischen Weges soll die neue Ökologische Station in Hankensbüttel mit Außenstelle in Celle ab Oktober für die Landkreise Celle, Gifhorn und Uelzen vor Ort umsetzen. Am Donnerstag brachte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) den Zuwendungsbescheid zur Finanzierung vorbei.

 

Landvolk Celle sitzt mit im Boot der Ökologischen Station

Die Aktion Fischotterschutz stellt zusammen mit den Landvolkverbänden Celle und Gifhorn-Wolfsburg und dem Anglerverband Niedersachsen diese Station auf die Beine. Auch wenn die Diensträume noch nicht ganz fertig sind: „Der Betrieb kann in den nächsten Wochen losgehen“, sagte Matthias Geng, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz, vor rund 40 Gästen aus Politik, Verwaltung und Verbänden im Otter-Zentrum.

 

Biologische Vielfalt und Lebensräume schützen

Die Aufgaben der Ökologischen Station erläuterte die Gewässerökologin und zukünftige Leiterin Dr. Maike Buchwald. Ihr Team soll Maßnahmen umsetzen und die Pflege übernehmen, ist erster Ansprechpartner für Beratung und Konfliktmanagement und kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit und Naturschutzbildung. Ziel ist es, die biologische Vielfalt und Lebensräume zu schützen, die Leistungsfähigkeit der Kohlenstoffspeicherung zum Klimaschutz zu fördern, die Akzeptanz für Maßnahmen zu steigern und für Wissenszuwachs zu sorgen.

 

Außenstelle in Celle speziell für Biodiversitätsberatung in Schutzgebieten

Zuständig sein wird die Ökologische Station in Hankensbüttel – sie bekommt eine Außenstelle im Landvolkhaus Celle speziell für Biodiversitätsberatung in Schutzgebieten – für einen Beritt mit einer Fläche von 19.000 Hektar. Sie wird eine von 15 im Land Niedersachsen sein, die die Ziele des Niedersächsischen Weges vor Ort umsetzen sollen. „Nicht alle sind schon so weit“, sagte Lies mit Blick auf die Hankensbütteler.

 

Niedersächsischen Weg vor Ort umsetzen

Maßnahmen zu Naturschutz und Erneuerbare Energien treffen laut Lies immer die Landwirtschaft. Deshalb sei die Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft als wichtiger Baustein des Niedersächsischen Weges so wichtig. Dass neben Aktion Fischotterschutz und Anglerverband auch die Landvolkverbände Celle und Gifhorn-Wolfsburg an der Ökologischen Station Südheide mitarbeiten, stehe dafür.

 

Umweltminister Olaf Lies bringt Förderbescheid in Höhe von 408.000 Euro mit

Lies hatte einen Zuwendungsbescheid über 408.000 Euro für die kommenden beiden Jahre mitgebracht. „Wir setzen heute den Startschuss.“ Ein zeitweiliges Projekt sieht der Umweltminister in der Station nicht. Es sei unumgänglich, dass sie eine Dauereinrichtung sein müsse.

 

 

Von Dirk Reitmeister