Landtagswahl

Buhr: "Stehe für ländlichen Raum ein"

Für den ländlichen Raum möchte sich Walter-Christoph Buhr einsetzen. Das sind die Ziele des FDP-Landtagskandidaten.

  • Von Christopher Menge
  • 23. Sept. 2022 | 09:51 Uhr
  • 23. Sept. 2022
  • Von Christopher Menge
  • 23. Sept. 2022 | 09:51 Uhr
  • 23. Sept. 2022
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Celle.

Walter-Christoph Buhr ist Landwirt und Unternehmer – da liegt es auf der Hand, wo der 38-jährige FDP-Kandidat für den Wahlkreis Bergen seine Schwerpunkte legen will, wenn er am 9. Oktober in den Landtag gewählt wird. „Ich stehe für den ländlichen Raum ein“, sagt Buhr, der in Huxahl aufgewachsen ist und dort auch noch lebt. Er wolle ein offenes Ohr für die „Menschen, die hier leben“, haben. Mit Blick auf die Unternehmer nennt Buhr die Entbürokratisierung als Aufgabe.

Geschäftsführer der Buhr-Gruppe

Als sein Vater 2006 einen Herzinfarkt hatte, übernahm Buhr quasi über Nacht den Familienbetrieb, nachdem er zuvor eine Ausbildung zum Landwirt und zum staatlich geprüften Wirtschafter abgeschlossen hatte. „Da bin ich erwachsen geworden“, sagt Buhr. Inzwischen arbeiten 110 Mitarbeiter für die Buhr-Gruppe, seit 2017 fahren auch die Lkw der Kraftverkehr Osthannover GmbH (KOG) unter der Buhr-Flagge.

„Ich habe enorm tolle Mitarbeiter, auf die ich mich verlassen kann“, sagt der Geschäftsführer. Daher habe er nun die Möglichkeit, für den Landtag zu kandidieren. Er ist sich sicher, dass der Betrieb gut weiterlaufen würde, wenn er gewählt wird. „Familie ist hier das Schlüsselwort“, sagt Buhr über die kollegiale Atmosphäre im Betrieb.

Vorsitzender des Schützenvereins Diesten

„Ich könnte nicht so am Strand liegen“, umschreibt Buhr, dass er auch in seiner Freizeit gerne unterwegs ist – vor allem in seiner Heimat. „Ich fahre gerne Fahrrad“, sagt der Landtagskandidat. Zudem sei er gerne in Gesellschaft, seine Terrasse sei immer stark frequentiert. „Abends koche ich gerne – das entspannt mich“, erzählt Buhr, der zudem in den Vereinen vor Ort verwurzelt ist. Der 38-Jährige ist Vorsitzender des Schützenvereins Diesten, aktives Mitglied in der Feuerwehr und Kassenwart der Jägerschaft Hegering Sülze.

„Ich bin ein Herdenmensch, verbringe gerne Zeit mit Freunden“, sagt Buhr. An den dörflichen Strukturen gefalle ihm, dass alle pragmatisch veranlagt sind. „Als wir bei mir Silvester gefeiert haben, saß mein Opa dazwischen“, erzählt Buhr, der mit seinen Eltern auf dem Hof wohnt. Junggeselle ist er aber nicht. „Ich bin in festen Händen“, berichtet Buhr.

Walter-Christoph Buhr sieht Politik als Arbeitsauftrag

Ehrlich, zuverlässig, aufgeschlossen, tolerant und anpackend – mit diesen Charaktereigenschaften beschreibt sich der FDP-Kandidat selbst. Zudem sei er pragmatisch veranlagt – typisch für ein Dorfkind. „Auf dem Land leben, aber nicht hinter dem Mond“ ist einer seiner Werbeslogans.

Politik sieht er als Arbeitsauftrag. „Man hört nie auf zu lernen“, sagt Buhr, der seit 2011 Mitglied der Berger Stadtrates ist, zunächst in der CDU-Fraktion, nun als FDP-Mann. Dort hat er sich insbesondere die Schul- und Kindergarten-Politik zum Steckenpferd gemacht. Seit dem vergangenen Herbst ist Buhr auch stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bergen und Mitglied des Kreistages.

„Ich will anpacken, mich für die Menschen einsetzen“, sagt Buhr, der am 9. Oktober direkt in den Landtag gewählt werden möchte. Einen Platz auf der FDP-Landesliste hat der 38-Jährige nicht.

... Walter-Christoph Buhr.

 

Soll angesichts der Energiekrise Fracking oder der Bau von Windenergieanlagen stärker verfolgt werden?

Man darf keine Optionen pauschal ausschließen. Ohne Frage müssen wir im Bereich der Windenergie viel schneller, unkomplizierter und vor allem unbürokratischer werden!

 

Wie wollen Sie dem Problem begegnen, dass es zu wenige Lehrer, Erzieher und zu wenige Pflegekräfte im Land gibt?

Die Vereinfachung der Integration von Berufsbildern aus Zuwanderung in unserem Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Schlüssel. Außerdem sind eine bessere Vereinbarung zwischen Beruf und Familie und flexible Arbeitsmodelle ein Schlüssel.

 

Was ist wichtiger: Bau von Ortsumgehungsstraßen oder Ausbau des Radnetzes?

Radnetz und Ortsumgehung stehen für mich nicht in Konkurrenz. Für wichtig empfinde ich die bauliche Entwicklung des Radnetzes getrennt von fließendem Verkehr, um eine bessere Sicherheit zu erreichen.

 

Wie wollen Sie das Busfahren attraktiver machen?

Es muss eine bedarfsgerechtere Abbildung von öffentlichen Verkehren geben. Gerade Projekte wie On-Demand-Service und zum Beispiel AST müssen mehr in den Fokus gerückt werden. Die Digitalisierung ist ein wichtiger Schlüssel, um bedarfsgerechter, ressourcenschonend und effektiver den öffentlichen Nahverkehr darzustellen.

 

Mit welcher Partei oder welcher Gruppierung würden Sie am liebsten regieren?

Die inhaltliche Schnittmenge sollte für eine Koalitionsentscheidung ausschlaggebend sein.

Fünf Fragen an ...